globaLE 2014

Vergangene Veranstaltungen

Wann: Do 31 Juli 20:0022:00

Taste the Waste

Dokumentarfilm, Regie: Valentin Thurn, BRD 2011, 88 min., Deutsch/OT m. Deutschem UT

50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmaß der Verschwendung.
Essen wegzuwerfen findet niemand gut — „weil andere nichts zu essen haben“, sagen die Jüngeren und die Älteren erinnern sich noch an den Hunger im Krieg: „Da waren wir um jeden Kanten Brot froh.“ Aber wir alle, egal ob wir Fastfood essen, nur „Bio“ kaufen oder uns rein vegan ernähren, machen mit beim großen Ex und Hopp! Über zehn Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr werden allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr!
Die Folgen reichen weit, denn die Auswirkungen auf das Weltklima sind verheerend. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an natürlichen Resourcen und ist für die Entstehung von einem Drittel aller Treibhausgase verantwortlich, die Transportwege, teilweise um die halbe Welt, nicht mitgerechnet. Nicht unbedeutend sind auch die Berge verrottender organischer Stoffe, denn das entstehende Methangas wirkt sich auf die Erderwärmung 25 Mal so stark aus wie Kohlendioxid.
TASTE THE WASTE zeigt, dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es Menschen gibt, die mit Ideenreichtum und Engagement diesem Irrsinn entgegen treten. Kleine Schritte, die eine große Chance bedeuten.

Filmhomepage mit vielen weiteren interessanten Hintergrundinformationen.

Weiterhin lesenswert zum Thema:

Vorab eine Einleitung von Frau Dr. Hübert (Ökolöwe Leipzig) zum Thema Müllvermeidung.
Im Anschluß Diskussion mit Gästen.

Dieser Filmabend ist ein Kooperation mit dem Querbeet Leipzig e.V..

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Wann: Do 07 August 20:0022:00

Roșia Montană- Dorf am Abgrund

Dokumentarfilm, Regie: Fabian Daub, BRD 2012, 78 min., Rumänisch/Englisch mit Deutschem UT

Goldrausch in Transilvanien.

Der Film porträtiert das historische Karpatendorf Roșia Montană. Unter den alten Häusern und Gärten lagern die größten Goldvorkommen Europas.
Ein Bergbaukonzern mit starken ausländischen Investoren plant, große Teile des Ortes und der Umgebung dem Erboden gleichzumachen, um an das begehrte Edelmetall zu kommen.Das Projekt sieht den Bau einer gigantischen Tagebaumine vor. Zur Gewinnung des Goldes soll hochgiftiges Zyanid verwendet werden – vielleicht ein notwendiges Risiko um die Gegend wirtschaftlich zu entwickeln – aber möglicherweise fatal für die wunderschöne Natur in der Region.
Die Bewohner des uralten Fleckens inmitten der wildromantischen Bergnatur sind gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Viele haben sich für die Umsiedlung in große Städte entschieden aber eine kleine Gruppe stemmt sich mit aller Kraft gegen die Zerstörung ihrer Häuser. Die Menschen verteidigen diese mit allem, was sie haben. Doch der Druck wächst ständig, nicht zuletzt wegen des hohen Goldpreises.
Ein zäher Kampf in einem tief gespaltenen Dorf, wo der Graben zwischen Befürwortern und Gegner oft quer durch die Familien verläuft.

Im Anschluß Diskussion mit Gästen.

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Wann: Mo 11 August 20:0022:00

DEFA-Spezial:
Berlin – Prenzlauer Berg – Begegnungen zwischen dem 1. Mai und dem 1. Juli 1990

Dokumentarfilm, Regie: Petra Tschörtner, DDR 1990, 75 min., Deutsch

Bilder aus dem Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg in der Wendezeit vor der Währungsunion. „We need revolution“ singt „Herbst in Peking“ aus dem Prenzlauer Berg in den Trümmern der Mauer am Rande ihres Stadtbezirks. Dabei ist im Mai ’90 schon fast alles gelaufen. Im „Prater“ schwooft Knatter-Karl mit seiner Freundin. Frieda und Gerda im „Hackepeter“ sind erschüttert; denn gleich nach dem Fall der Mauer wurde im Tierpark ein Papagei gestohlen. Die Polizei jagt bewaffnete Männer, während Näherinnen erklären, warum die Vietnamesen zuerst entlassen werden. Ein einsamer Gast aus dem „Wiener Cafe“ singt zum Abschied das Lied von der Heimat, während die rumänische Combo zum Balkan-Express zurückeilt. Die Hausbesetzer träumen von Anarchie und Frau Ziervogel, Inhaberin von Berlins berühmtester Würstchenbude „Konnopke“, segnet das erste Westgeld. Der Tag der Währungsunion ist da. Filipp Moritz besetzt den Prenzlauer Berg.
Der Staatsvertrag zwischen den beiden deutschen Staaten und der Beginn der Währungsunion am 1.7.1990 durchzieht den Dokumentarfilm und zeigt die hohen Erwartungen, die mancher Bürger daran hegt, aber auch die befürchteten negativen Auswirkungen auf die Menschen und die Gesellschaft.

Diesen Filmabend veranstalten wir in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und der DEFA-Stiftung.

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Wann: Di 12 August 20:0022:00

DEFA-Spezial:
Kein Abschied – nur fort

Dokumentarfilm, Regie: Joachim Tschirner und Lew Hohmann, BRD 1991, 105 min., Deutsch

Der Film entstand unter dem Eindruck der Massenabwanderung von DDR-Bürgern über Ungarn im Sommer 1989. Der Lebensweg von drei Familien, ihre Befindlichkeiten, die Gründe ihres Fortgehens aus der DDR, ihr Zurechtkommen mit der neuen Situationen, all dies wird dokumentiert. Die politischen Ereignisse trugen dazu bei, dass eine Familie wieder in ihren Heimatort zurückkehrte.

Diesen Filmabend veranstalten wir in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und der DEFA-Stiftung.

Wann: Do 14 August 20:0022:00

Fire in the blood

Dokumentarfilm, Produzent: Dylan Mohan Gray, Indien 2013, 83 min., Englisch mit Deutschem UT

Fire in the blood

„Der einzige Grund, weshalb wir sterben, ist, dass wir arm sind.“ Die Worte eines AIDS-Aktivisten aus Südafrika bringen auf den Punkt, was in der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen wird: Während HIV im Westen seit der Entwicklung von antiretroviralen Medikamenten nicht mehr einem Todesurteil gleichkommt, bleiben diese Arzneimittel für die Menschen in Entwicklungsländern unerschwinglich. Hoffnung keimt auf, seit in Indien preisgünstige Generika produziert werden. Doch die grossen Pharmakonzerne gehen juristisch gegen deren Verbreitung vor. FIRE IN THE BLOOD dokumentiert den Kampf gegen diese unsinnige Blockade, ihren Erfolg in Sachen HIV-Medikation und den brutalen Gegenschlag der Pharmaindustrie.
Auch uns in Deutschland stellt der Film direkt eine Frage: Wieso zahlen wir ca. 90% der Kosten von Medikamenten direkt in die Gewinnkasse der Pharmaindustrie ein, obwohl die zur Arzneimittelentwicklung notwendige Forschung fast ausschließlich von uns, durch Steuergelder, getragen wird?

Im Anschluß Diskussion mit Jonas Özbay (Arzt – war u.a. aktiv bei UAEM, IPPNW und Medinetz; aktuell in der Gruppe G).

Weiterführende Informationen:

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Wann: Do 21 August 20:0022:00

Roadmap to Apartheid

Dokumentarfilm, Regie: Ana Nogueira und Eron Davidson, U.S.A. 2012, 95 min., Englisch mit deutschem UT

In ihrem Debütfilm werfen die Regisseure einen detaillierten Blick auf die manchmal genutzte Apartheid-Analogie zur Beschreibung des Israelisch-Palästinensischen Konflikts. Ihr Film ist sowohl eine historische Dokumentation der Entstehung und des Untergangs der Apartheid in Südafrika als auch ein Bericht über das Gefühl vieler Palästinenser heutzutage, in einem Apartheidsystem zu leben.
Obwohl nicht perfekt, bietet die Apartheid-Analogie ein Denkkonzept, um sich dem komplexen Problem des Israelisch-Palästinensischen Konflikts zu nähern. Der Film geht auf die einzelnen Aspekte der Apartheid ein und vergleicht Gesetze und gesellschaftliches Vorgehen in Israel und in dem Südafrika der Apartheid-Ära. Durch die Gegenüberstellung von Archivmaterial und Anekdoten, ergänzt durch Erklärungen ausgewiesener Apartheidkenner aus Südafrika, formt sich ein verständliches Bild, was heutzutage Alltag für Palästinenser in der Westbank, im Gazastreifen und innerhalb Israels bedeutet.

Erzbischof Desomond Tutu über den Film: „Roadmap to Apartheid ist sehr kraftvoll und fesselnd, und die Bilder der Hauszerstörungen sind herzergreifend. Religion wird wiederholt von Politikern missbraucht. Allerdings ist eine der Lehren aus der jüdischen Geschichte, dass Gott immer auf der Seite der Unterdrückten steht. Eine andere ist, dass jene, die Andere entmenschlichen, sich selbst entmenschlichen. Israel wird einen hohen Preis für die gefühllose Misshandlung der Palästinenser zahlen.“

Im Anschluß Diskussion mit Ika Dano, (Alternative Information Center, Bethlehem/Jerusalem).

Weiterführende Informationen:

Den Film ansehen:

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Wann: Do 28 August 20:0022:00

Mietrebellen

Dokumentarfilm, Regie: Gertrud Schulte Westenberg und Matthias Coers, BRD 2014, 78 min., Deutsch mit Englischem UT – Anschließend Gespräch mit dem Filmemacher Matthias Coers

Mietrebellen

BERLIN: In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieterproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.
Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentnern um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.

Im Anschluß Gespräch und Diskussion mit dem Filmemacher Matthias Coers und der Initiative „Leipzig – Stadt für alle„.

Hintergrundinformationen:

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Wann: Fr 29 August 20:0022:00

DEFA-Spezial:
Letztes aus der DA DA ER

Spielfilm, Regie: Jörg Foth, DDR 1990, 86 min., Deutsch

Zwei Clowns, Meh und Weh, sitzen in einer düsteren Gefängniszelle. Eine Dame mit Revolver serviert ihnen das Frühstück. Als sie es verspeist haben, brechen sie auf zu einer kabarettistischen Odyssee durch die DaDaeR. Stationen sind unter anderem das Rüdersdorfer Zementwerk, in dem Gefangene den Zement für den Mauerbau produzierten, Industrieruinen, Mülldeponien, eine Veranstaltung im Kulturhaus, eine Ordensverleihung im Staatsratsgebäude und die Walpurgisnacht, wo sie sich in die Wiedervereinigungsfeier mischen und belächelt, beschimpft und schließlich verjagt werden.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992)

Diesen Filmabend veranstalten wir in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und der DEFA-Stiftung.

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Wann: Mi 03 September 20:0022:00

Weniger ist mehr – Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben

Dokumentarfilm, Regie: Karin de Miguel Wessendorf, BRD 2013, 53 min., Deutsch/ OT m. Deutschem UT – Anschließend Gespräch mit der Filmemacherin Karin de Miguel Wessendorf

Weniger ist mehr – Die Grenzen des Wachstums und des besseren Lebens

Kein Wohlstand ohne Wachstum. So lautet bisher das Credo von Wirtschaft und Politik. Ein stetiges Wirtschaftswachstum gilt als Garantie für Arbeitsplätze und für die Lebensqualität der Bevölkerung. Wer an dem Wachstumsdogma zweifelt, wird als realitätsfremd belächelt.
Doch Wirtschaftskrise und Klimawandel haben diesen Glauben erschüttert. Bevölkerungsexplosion, Energiekrise und Umweltbelastung sind Probleme, die sich nicht länger verdrängen lassen. Wenn alle Menschen auf der Erde so leben würden wie die Deutschen, bräuchten wir schon heute die Ressourcen von drei Planeten. Immer mehr Menschen sind der Überzeugung: grenzenloses Wachstum ist in einer Welt begrenzter Ressourcen nicht möglich.
Trotz Steigerung des Bruttoinlandsproduktes ist die persönliche Lebenszufriedenheit in den Industrieländern seit den siebziger Jahren nicht mehr gewachsen. Kann es sein, dass unsere Konsumgesellschaft das Versprechen vom Glück nicht hält? Was brauchen wir wirklich, um ein gutes Leben zu führen?
Wir begleiten die Autorin, die der Frage nachgeht: „Was muss ich ändern, damit mein Lebensstil zukunftsfähig ist? Und worauf kann ich verzichten ohne Verlust an Lebensqualität?“ Karin de Miguel Wessendorf begibt sich auf eine Reise durch Europa. Sie besucht Menschen, Initiativen und Unternehmen die erkannt haben, dass Wirtschaftswachstum nicht das Maß aller Dinge sein kann.
Der demographische Wandel, die begrenzten Ressourcen des Planeten und die aktuellen Wirtschaftskrisen sorgen ohnehin für eine Wachstumsbremse, ob wir es nun wollen oder nicht. Höchste Zeit, umzudenken und den Ausstieg aus dem zerstörerischen Wachstum selbst zu steuern. Eine Bewegung ist entstanden, die nach Alternativen sucht. Statt in die Opferrolle zu verfallen, arbeiten Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler und Aktivisten in Theorie und Praxis am Aufbau einer „Postwachstumsgesellschaft“ – einer Gesellschaft in der ein besseres Leben für Mensch und Umwelt auf lange Sicht möglich sein soll.
Auf ihrer Reise stellt die Autorin fest, dass die Suche nach einem nachhaltigen Lebensstil nicht unbedingt Verzicht bedeuten muss, in vielen Fällen ist es sogar ein Gewinn an Lebensqualität.

Im Anschluß Diskussion mit der Filmemacherin dieses Films, Karin de Miguel Wessendorf.

Diesen Filmabend veranstalten wir zusammen mit der „degrowth conference Leipzig 2014„.

Dieser Filmabend wird finanziell unterstützt von der Vereinigung für ökologische Ökonomie.

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Wann: Do 04 September 20:0022:00

Lost Places: Geschichten hinter vergessenen Mauern – Abschied

Dokumentarfilm, Regie: Enno Seifried, BRD 2014, ca. 90 min., Deutsch – Anschließend Gespräch mit dem Filmemacher Enno Seifried

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Ob zentrumsnah oder in den Randgebieten – in Leipzig kann man unzählige architektonisch beeindruckende Bauwerke bestaunen, die seit 20 Jahren und mehr leer stehen und auf Abriss oder Neunutzung warten. Auf der Suche nach einer Umgebung, die in keinem Reiseführer steht und dennoch mehr von der Vergangenheit einer Stadt erzählt als so manches Geschichtsbuch, begeben wir uns auf die Spur von so genannten Lost Places in Leipzig.
Vorgestellt werden sie erneut zusammen mit Menschen, die von Ihrer Zeit „mit diesen Gebäuden“ erzählen, so wie der ehemalige Abteilungsleiter Siegfried Fuchs von der Brikettfabrik Witznitz. Weiterhin philosophiert Peter Degner über seine ehemalige, jetzt leer stehende, Richard-Wagner-Schule, Jürgen Wilms spricht über seine Zukunftsplanungen rund um den alten Flughafen Mockau, Gaby Witt berichtet von ihrer alten Arbeitsstelle, dem Hauptpostamt, und Jugendliche zeigen uns „ihr“ Mitteldeutsches Motorenwerke. Sie und andere Zeitzeugen haben für den 3. und letzten Teil ihre Geschichten erzählt. Diese und viele weitere „Geschichten“ haben Seifried und sein Team wieder gekonnt eingefangen, präsentieren ein harmonisches Zusammenspiel aus Dokutainment und filmischem Sightseeing. [1]

 

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Wann: Fr 05 September 20:0022:00

Blood in the mobile

Dokumentarfilm, Regie: Frank Piasecki Poulsen, Dänemark/BRD 2010, 82 min., Englisch mit Deutschem UT

Blood in the mobile

Wir lieben unsere Handys und die Auswahl zwischen verschiedensten Modellen ist so groß wie nie zuvor. Aber die Herstellung der Handys hat eine dunkle, blutige Seite.
Ein Großteil der Minerale, die für die Mobiltelefonherstellung notwendig sind, kommen aus dem Osten Kongos. Die westliche Welt kauft die so genannten Konfliktminerale und finanziert damit einen Bürgerkrieg, der nach Auffassung von Menschenrechtsorganisationen zu einem der blutigsten Konflikten seit dem zweiten Weltkrieg zählt: In den letzten 15 Jahren hat der Konflikt mehr als 5 Millionen Menschen das Leben gekostet, 300.000 Frauen wurden vergewaltigt. Der Krieg wird so lange weiter andauern, solange bewaffnete Gruppen die Kriegsführung durch den Verkauf der Mineralien weiter finanzieren können.
Fragt man die Mobilfunkkonzerne woher sie ihre Lieferungen erhalten, kann keiner garantieren, dass sie nicht Konfliktminerale aus dem Kongo beziehen. Die Dokumentation “Blood in the Mobile” zeigt die Verbindung zwischen unseren Mobiltelefonen und dem Bürgerkrieg im Kongo. Der Regisseur Frank Poulsen fährt persönlich in den Kongo und besichtigt die illegale Minenindustrie. Er bekommt Zugang zu der größten Zinnmine, von verschiedenen bewaffneten Gruppen kontrolliert, in denen Kinder Tage lang in dunklen, engen Tunneln die Mineralien ausgraben, die später in unseren Telefonen landen.
Nach seinem Besuch in der Mine versucht Frank Poulsen mehrfach mit Nokia, der größten Mobilfunkfirma weltweit, in Kontakt zu treten. Frank Poulsen möchte ihr Versprechen, dass sie nicht Konfliktmineralien kaufen und damit den Bürgerkrieg im mitfinanzieren. Nokia kann es ihm nicht garantieren.
“Blood in the Mobile” ist ein Projekt über unsere Verantwortlichkeit im Konflikt im Kongo und über die soziale Verantwortung von Unternehmen.

Diesen Filmabend veranstalten wir zusammen mit der „degrowth conference Leipzig 2014“ und dem „sukuma award„.

Vor dem Film wird der diesjährige Sukuma-Award zum Thema „faire Elektronik“ verliehen und der Siegerspot erstmalig öffentlich gezeigt werden.

Im Anschluß Diskussion mit Pater Ferdinand Muhigirwa
Pater Ferdinand Muhigirwa ist Direktor des „Arrupe Forschungs- und Ausbildungszentrum“ in Lumumbashi/Katanga und Berater der Episkopal-Kommission für natürliche Ressourcen der Demokratischen Republik Kongo sowie Vorstandsmitglied des Instituts für eine offene Gesellschaft im südlichen Afrika. Er ist Jesuit und Professor für soziale Philosophie. Als ausgewiesener Experte für verantwortungsbewusste Regierungsführung im Bereich des Bergbaus arbeitet er auch eng mit betroffenen Menschen Vorort zusammen. Er ist aktuell als Teilnehmer der degrowth-Konferenz in Leipzig. Die Diskussion wird in englischer Sprache geführt werden.

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Wann: Do 11 September 20:0022:00

Capitaine Thomas Sankara

Dokumentarfilm, Regie: Christophe Cupelin, Schweiz 2012, 109 min., Französisch mit Deutschem UT

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Burkina Faso belegt heute den fünftletzten Platz des Human Developement Index. Doch so arm war es nicht immer.
1987 versorgte das Land sich vollständig selbst mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs. Die Analphabetisierungsrate sank stetig und Seuchen wie Meningitis, Gelbfieber und Masern wurden mit Volksimpfungen bekämpft. Das Annehmen ausländischer Entwicklungshilfe war verpöhnt und ausgedehnte Aufforstungskampagnen gegen die Ausbreitung der Sahara liefen. Einen hohen Stellenwert genossen Frauenrechte – nicht nur auf dem Papier: weiblicher Genitalverstümmelungen, Zwangsehen und Polygamie waren verboten und die Verbote wurden eingehalten. Frauen waren in allen Lebenesbereichen gleichgestellt. So gab es, ganz selbstverständlich, auch Ministerinnen, Ofizierinnen und Polizistinnen. Die Feudalherrschaft lokaler Adligen war überwunden.
All diese Erfolge sind aufs Engste mit dem Namen Thomas Sankara verbunden, dem jungen Präsidenten, der nach der Revolution 1983 an die Macht kam. Auch wenn die rigorose Durchsetzung der Reformen kritisiert werden kann, sind seine Errungenschaften unbestreitbar. Sie zeigen, dass eine Entwicklung hin zu Wohlstand und wirtschaftlicher Unabhängigkeit auch für ein bis dahin unterdrücktes und ausgebeutetes Land aus eigener Kraft sehr wohl möglich ist. Sankaras gewaltsamer Tod hat sehr zu seinem Mythos beigetragen. Heute versinnbildlicht er die Hoffnung eines ganzen Kontinents und wird nicht umsonst „der Che Guevarra Schwarzafrikas“ genannt. Der Film „Capitaine Thomas Sankara“ nimmt einen emotionalen und subjektiven Blickwinkel auf die Person Sankaras und die Ereignisse ein, und ist gerade deshalb höchst eindringlich und sehenswert. [1, 2, 3, 4]

Pressestimmen:
„Ein Film, wie ein Faustschlag.“ Tribune de Genève
„Brutal und bewegend.“ Le Monde

Im Anschluß Diskussion mit Hamado Dipama (als Flüchtling seit 2002 in Deutschland, Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreis Panafrikanismus München e.V. und als „Kind“ Pioneer der Revolution von Thomas Sankara).

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Wann: Do 18 September 20:0022:00

The Lab

Dokumentarfilm, Regie: Yotam Feldman, Israel/Belgien/Frankreich 2013, Hebräisch mit Deutschem UT

Seit 9/11 laufen die Geschäfte der israelischen Militärindustrie besser denn je. Große israelische Firmen entwickeln und testen die Techniken der modernen Kriegsführung, die danach von privaten Geschäftsleuten, unterstützt durch ein Netzwerk aus Politikern und Militärkommandeuren, weltweit vertrieben werden, während israelische Theoretiker den interessierten ausländischen Regierungen parallel erläutern, wie ziviler und paramilitärischer Wiederstand effektiv bekäpft werden kann. All dies basiert auf umfassenden israelischen Erfahrungen: einst war die militärische Besetzung des Gaza-Streifens und der West Bank für Israel eine Last und Bürde. Doch durch des Wechsels des Blickwinkels, anstelle einer Last und Bedrohung eine Chance zu sehen, hat sich daraus ein „Labor“ (the Lab) entwickelt – und ist jetzt marktfähige, hoch profitablen, und eine Stützpfeiler des israelischen Wohlstands geworden.
Wem der Begriff „Militärisch-industrieller-Komplex“ abstrakt vorkommt sollte sich diesen Film unbedingt ansehen – THE LAB zeigt in aller Klarheit, was dies in der Praxis bedeutet.

Im Anschluß Diskussion mit Shir Hever (Wirtschaftswissenschaftler, Alternative Information Centre Jerusalem).

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Wann: Do 25 September 20:0022:00

Master of the Universe

Dokumentarfilm, Regie: Marc Bauder, BRD 2013, 88 min., Deutsch

Ein verlassenes Bankgebäude.
Ein hochrangiger Investmentbanker.
Ein beunruhigender Einblick in eine Parallelwelt.

„Vor 20 Jahren war die Haltedauer einer Aktie im Durchschnitt 4 Jahre und heute sind wir bei 22 Sekunden. Der Sinn eine Unternehmensbeteiligung für 22 Sekunden zu behalten. Also das kann mir keiner erklären.“
Rainer Voss, Ex-Investmentbanker

Zum ersten Mal packt ein echter Insider des internationalen Finanzgewerbes aus, einer der ehemals führenden Investmentbanker Deutschlands. Rainer Voss, der in seiner aktiven Zeit locker mit Millionen hantierte, erzählt aus eigener Anschauung, wie es in der glitzernden Finanzwelt wirklich zugeht, von all ihren Abgründen, Skrupellosigkeiten und quasi-religiösen Gesetzmäßigkeiten. Hat sich seit der globalen Finanzkrise etwas geändert? Voss‘ Ausblick gibt Grund zur Beunruhigung…

Im Anschluß Diskussion mit Markus Henn (Referent für Finanzmärkte bei WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung und Mitglied der AG Finanzmärkte & Steuern von Attac Deutschland)

Weiterführene Informationen:

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Wann: Do 02 Oktober 20:0022:00

Population Boom!

Dokumentarfilm, Regie: Werner Boote, Österreich 2013, 93 min., Deutsch/ OT m. Deutschem UT – Anschließend Diskussion mit dem Journalisten und Sozialwissenschaftler Martin Staiger

Ein bekanntes Horrorszenario: 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Schwindende Ressourcen, giftige Müllberge, Hunger und Klimawandel – eine Folge der Überbevölkerung? Wer behauptet eigentlich, dass die Welt übervölkert ist? Und wer von uns ist zuviel?

Nach dem großen Kinoerfolg von „Plastic Planet” bereist der neugierige Dokumentarist Werner Boote unseren Planeten und untersucht für POPULATION BOOM ein jahrzehntelang festgefahrenes Weltbild. Für ihn stellt sich eine völlig andere Frage: Wer oder was treibt dieses Katastrophenszenario an?

Filmhomepage mit vielen weiteren interessanten Hintergrundinformationen.

Der überflüssige Mensch (mp3), Teil 1.

Der überflüssige Mensch (mp3), Teil 2.

Der überflüssige Mensch (mp3), Teil 3.

Dieser Filmabend ist ein Kooperation mit dem WERK 2 – Kulturfabrik Leipzig e.V..

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Wann: Do 09 Oktober 20:0022:00

SÜSSES GIFT – Hilfe als Geschäft

Dokumentarfilm, Regie: Peter Heller, BRD 2012, 89 min., Deutsch/ OT m. Deutschem UT Anschließend u.a. Gespräch mit Christopher Bayer (development international)

HILFT ENTWICKLUNGSHILFE DER ENTWICKLUNG?

Hilft Entwicklungshilfe der Entwicklung? An finanzieller Unterstützung aus dem Norden hat es bisher nicht gefehlt, um Afrika auf die Beine zu helfen – rund eine halbe Billion US-Dollar wurde in den vergangenen 45 Jahren geschickt, das gleicht vier „Marshall-Plänen“. Die EU rühmt sich der größte Geber der Welt von Entwicklungshilfe zu sein, während ihre Mitgliedsstaaten ebenso wie nichtstaatliche Hilfsorganisationen in afrikanischen Staaten um die ansehnlichsten Projekte wetteifern. Nur ist das Ergebnis bedrückend: der Anteil des subsaharischen Afrikas am Welthandel – von den Ölexporten abgesehen – ist gesunken, die Staatsschulden und die Armut sind gewachsen. Und dennoch sehen viele in den reichen Ländern noch immer in mehr Entwicklungshilfe ihr Rezept zur Abhilfe von Afrikas Misere.

Eine kleine aber wachsende Zahl unabhängiger Afrikaner plädiert für eine radikale Abkehr und die Einstellung solcher „Hilfe“. Solange die inneren Strukturen der Empfängerländer nicht reformiert sind, ergibt auch eine andere, bessere Entwicklungshilfe, wie sie von nationalen Gebern und internationalen Finanzorganisationen in schöner Regelmäßigkeit angeboten wird, wenig Sinn. Deswegen wettern sie gegen die westliche „Hilfsindustrie“, die kein Interesse daran hat, wirkliche Lösungen zu fördern, da sie von den afrikanischen Problemen lebe.

Durchsetzen werden sich die afrikanischen Kritiker mit ihrem Begehren vorerst nicht. Die Mauer aus Empfänger-Regierungen und „Hilfsindustrie“ steht fest: Etwa 40.000 Mitarbeiter zählen die ausländischen Hilfsorganisationen in Afrika.

Im Anschluß Diskussion mit Christopher Bayer (development international).

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Wann: Sa 11 Oktober 20:0022:30

9.70 documentary – La historia y la destrucción de la semilla ilegal

Dokumentarfilm, Regie: Victoria Solano, Ko 2013, 43 min., Spanisch m. Englischem UT. Anschließend Vortrag und Diskussion mit Karolina Caicedo Floréz (Radio Intinerante, Globale Bogotá)

Der Film 9.70 zeigt die Auswirkungen von Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und USA bzw. Europa auf kolumbianische Kleinbäuerinnen und -bauern. Im Rahmen von Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und USA bzw. Europa 2011/2012 wurde die Richtlinie 9.70 erschaffen, die besagt, dass in ganz Kolumbien nur noch offiziell zugelassene Reissorten als Saatgut verwendet werden dürfen. Als Konsequenz wurde tonnenweise Reis-Saatgut vernichtet, welches von kolumbianischen Kleinbäuerinnen und -bauern für die Aussaat im nächsten Jahr aufgehoben worden war. Aktuell ist die Richtlinie 9.70 wegen der großen Proteste im August 2013 (teilweise) außer Kraft gesetzt, anscheinend steht nun eine Überarbeitung an.

Am 11.10.2014 ist ein europaweiter Aktionstag gegen die Ideologie des Freihandels. Im Anschluß: Vortrag und Diskussion „Umkämpfte Landwirtschaft – Landnahme und kleinbäuerlicher Widerstand in Kolumbien“ von Karolina Caicedo Floréz (Radio Intinerante, Globale Bogotá).

Vor dem Hintergrund der derzeit laufenden Friedensverhandlungen zwischen der Guerilla und der Regierung in Kolumbien berichtet die Medien-Aktivistin Karolina über den seit vielen Jahrzehnten andauernden Konflikt um den Zugang und die Nutzung von Land. Das Agrarmodell ist einer der zentralen Punkte, die in diesem Dialog zur Diskussion stehen. Die Problematik im Agrar-Sektor bestehen heute, über fünfzig Jahre nach der Entstehung des bewaffneten Konflikts, fort. Zu den Gründen für die Konflikte um die Landfrage kamen weitere hinzu: Die Unterzeichnung von Freihandelsabkommen mit stärkeren Volkswirtschaften, die zudem von Regierungsseite durch Subventionen begünstigt werden, gewaltsame Vertreibungen und Umsiedlungen, die Ausbreitung von monokulturellen Plantagen, wie der Ölpalme und der großangelegte Bergbau. Im Vortrag wird vor allem die Perspektive der sozialen Bewegungen eingenommen, die in den beiden zurückliegenden Jahren, die größten Mobilisierungen und Agrar-Streiks seit den 70er Jahren umsetzen konnten.

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Wann: Do 16 Oktober 20:0022:00

FREIgestellt (Die Zukunft der Arbeit in Zeiten des Überflusses)

Teilanimierter Dokumentarfilm, Regie: Claus Strigel, BRD 2012, Dauer 90 min., Deutsch. Anschließend Diskussion mit Werner Rätz (Attac, AG Genug für Alle)

FREIgestellt

Willkommen im Paradies

Seit der Vertreibung aus dem Paradies arbeitet die Menschheit daran, den paradiesischen Urzustand eines Überflusses ohne Arbeit zu erreichen.
Heute, zu Beginn der postindustriellen Ära, droht diese Vision zunehmend Wirklichkeit zu werden.
Eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit auszugehen droht treibt seltsame Blüten. Während sich die Einen auf den Ruinen vergangener Industrialisierung Kletterkurse gönnen, müssen Andere in strafvollzugsähnlichen Maßnahmen das Arbeiten ohne Arbeit trainieren.
Der Film begibt sich auf die Reise in eine Zukunft, die schon längst begonnen hat: das Ende der Arbeitsgesellschaft. Doch jedes Ende ist auch Ausgangspunkt für Ideen, Visionen und reale Modellversuche.

Im Anschluß Diskussion mit Werner Rätz (AG Genug für Alle, attac).

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Wann: Di 21 Oktober 20:0022:30

Da.Sein

Dokumentarfilm, Regie: Aylin Basaran, Hans-Georg Eberl, Ö 2013, 80 min., Deutsch/OT m. Deutschem UT. Anschließend Gespräch mit Aylin Basaran und Hans-Georg Eberl.

Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms Da.Sein stehen die Schicksale von Menschen, die „da“ gelebt haben und abgeschoben wurden. Ihre Geschichten werden in Dialog gesetzt mit denen von Freund_innen und Angehörigen, die „da“ geblieben sind. Die Abschiebung von Menschen aus Europa ist alltägliche institutionelle Praxis. Da.Sein will eine Plattform sein für jene Stimmen, die Teil der europäischen Gesellschaften waren, aber durch das gewaltsame Herausreißen unsichtbar gemacht wurden. Der Film behauptet keinen Anspruch dokumentarischer Neutralität, sondern verschreibt sich einer parteiischen und solidarischen Perspektive, ohne dabei den Blick für die unterschiedlichen Facetten subjektiver Erfahrungen und Handlungsstrategien seiner Protagonist_innen zu verlieren.

Im Anschluß Diskussion mit Aylin Basaran und Hans-Georg Eberl aus Wien.

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Wann: So 02 November 19:0021:30

globaLE Abschluss: Stille Macht

Eine Lobbyistenkomödie mit Evergreens und Schmachtfetzen. Das aktuelle Theaterstück der Berliner Compagnie. Im Anschluß stehen die Protagonistinnen und Protagonisten gern auch zur Diskussion zur Verfügung.

Die Mitarbeiter der Lobbyagentur UTTERLY & QUIET Brüssel/Berlin haben´s generell nicht leicht. Keiner mag sie. Schließlich heißt „für die Besitzenden denken“ gegen die Besitzlosen denken. Aber jetzt: Rüstungsexport-Skandal! Und wieder mal steht die Agroindustrie am Pranger! Da gilt es, Nerven zu behalten. Da braucht es Fantasie und einen kühnen Kopf. Aber auch wenn der alte Chef mit seiner Raucherlunge auf der Intensivstation liegt und die junge, ehrgeizige Estelle sich als seine Stellvertreterin im Team erst durchsetzen muss – unsere Profis zeigen Klasse. Sie wollen ein Ziel durchsetzen, das sehr unpopulär ist und für das Sie keine Mehrheiten bekommen? Verpacken Sie Ihr Projekt in ein Freihandelsabkommen! Mit ihm senken Sie nicht nur überflüssige ökologische und soziale Standards bei uns, sondern erobern die ganze Welt! Mit ihm fegen Sie nationale Produzenten aus dem Weg und eröffnen Ihrem multinationalen Konzern bislang streng verschlossene Märkte. Und indem Sie mit Massentierhaltung, dumping-Preisen, Billigexporten und exportiertem Gen-Saatgut die Kleinbauern im Süden in den Widerstand treiben, erhalten Sie dort unten neue Kunden: Sie liefern den Herrschenden das Kriegsgerät, das sie brauchen, um den Widerstand zu brechen. Allzu zart besaitete Wesen dürfen Sie natürlich nicht sein. Es braucht schon eine biegsame Moral, wer dem heimischen Volk die Zwangsfütterung mit Gen-Food als gesundheitsfördernd, Freihandel als segensreich und Streubomben als „smart-Munition“ verkaufen will. Aber der erfolgreiche Lobbyist wird auch gut bezahlt. In der jüngsten Produktion der Berliner Theatermacher jedenfalls wird Stress ganz locker abgebaut. Es wird gesungen, es wird getanzt. Und es gibt einiges zu lachen.

Eine gemeinsame Veranstaltung von attac Leipzig, dem Leipziger Netzwerk Vorsicht Freihandel der globaLE und dem UT Connewitz.

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