globaLE 2006

Aktuelle Termine
11. Oktober 2006 20:00 Uhr, Schaubühne Lindenfels, Eintritt freiAuftaktveranstaltung der globaLE 06 zum Thema: Welthandel

“Garnelenring”
Regie: Heiko Thiele, Dorit Siemers, Deutschland 2005, Doku., 55 Min., OF

Bitterer Beigeschmack einer Delikatesse. Mangrovenwälder, Artenvielfalt und die Lebensgrundlagen der heimischen Bevölkerung stehen am Rande der Vernichtung. Die industrielle Garnelenzucht in Guatemala und Honduras ist Teil eines neoliberalen Mega-Entwicklungsprojektes, des Plan Puebla Panamá, Darin beschreiben die Regisseure die konkreten Auswirkungen der industriellen Garnelenzucht auf die Lebensverhältnisse der Fischer in Guatemala und Honduras. Der industriellen Aquakultur die seit den 1980er Jahren mit Unterstützung von Weltbank und IWF einen enormen Aufschwung erlebte, stehen ökologischer, sozialer und ökonomischer Kahlschlag entgegen. Anschließend Diskussion mit Dr. Erich Mies

18. Oktober 2006, Thema: Zapatisten, 20:00 Uhr, Schaubühne Lindenfels, Eintritt frei“Romper el cerco”

ein Film von Canal 6 de Julio y Promedios, Mex 06, Doku, 47 min.,OmU

Hier wird die aktuelle Lage in Mexiko angesprochen. Dieser Film enttarnt die Strategie der Massenmedien, die die Anliegen der Bevölkerung ignoriert und eine Stimmung der Angst erzeugt, um einen massiven Polizeieinsatz zu rechtfertigen. Diskussion mit Katja Rameil vom Ya Basta Netzwerk

25. Oktober 06, Thema: China, 18/20:00 Uhr, Schaubühne Lindenfels, Eintritt frei18:00 MittwochsATTACke:
Eine attac Veranstaltung mit dem Chinakenner und Autor des Romanes „Chinafieber“ Dr. Wolfram Adolphi und einem Vortrag zu Chinas Stellung in der Globalisierung.20:00 “Mardi Gras: Made in China”
Regie: David Redmon, USA 2004, Doku., 75 Min., OmeU

Der Regisseur David Redmon setzt darin die Verschwendung billiger Faschingsketten in New Orleans in einen direkten Zusammenhang zum harten Arbeitsalltag und Leben der chinesischer Arbeiterinnen, die diese Ketten herstellen. Dr. Wolfram Adolphi wird im Anschluss auch Fragen zum Film beantworten können.

01. November 06, Thema Arbeit, 20:00 Uhr, Schaubühne Lindenfels, Eintritt frei“Des Wahnsinns letzter Schrei”
Regie: B. Schönafinger T. v. Dahlern, D 2005, Doku., 60 Min., OFÜber die Widersprüche zwischen der neuen deutschen Arbeitslosengesetzgebung, welche immer mehr zum sparen auffordert, und den auf der anderen Seite erzielten Rekordgewinnen deutscher Firmen. Mit einem Vortrag von Markus Plagmann (IG-Metall Bezirksjugendsekretär).
08. November 06, Thema: Rassismus, 20:00 Uhr, UT Connewitz, Eintritt frei !“Tod in der Zelle: Warum starb Oury JalloH?”
Regie: Marcel Kolvenbach, Pagonis Pagonakis, D 2006, Doku., 43 Min., OFOury Jalloh, ein Asylbewerber aus Westafrika, stirbt im Polizeigewahrsam. Offizielle Todesursache: Tod durch Hitzeschock, keine Fremdeinwirkung. Der Film rekonstruiert den Fall und prüft die offizielle Version der Selbsttötung. Schon bald kommen Zweifel an der offiziellen Version des Tathergangs auf. Anschließend Diskussion mit Marko Steckel von der Opferberatung Desau und dem Anwalt Ulrich von Klinggräf (Vertreter der Nebenklage)
Präsentiert vom Roter Baum e.V.
15. November 06, Thema: Asyl, 20:00 Uhr, UT Connewitz, Eintritt frei !Le Heim
Regie: Joseph Guimatsia, Leona Goldstein, Deutschland 2005, Doku., 16 Min., OmUAktivistInnen der Flüchtlingsinitiative Brandenburg (FIB) erzählen und zeigen selbst, wie das Leben in einem Asylbewerberheim ist.

Abschiebung im Morgengrauen
Regie: Michael Richter, D 2005, Doku., 46 Min., OF,

Etwa 20.000 Menschen leben allein in Hamburg behördlich “geduldet”, aber ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus. Viele von ihnen sind Kriegsflüchtlinge, die kein Asyl erhielten, die aber gleichwohl nicht abgeschoben werden durften. Sobald sich die Situation im Herkunftsland nach Einschätzung der deutschen Politik ändert, stehen sie auf den Abschiebungslisten.

22. November 06, Thema: Geopolitik, 20:00 Uhr, Eintritt frei !“Zdroj – Source”
Regie: Martin Marecek, CZ 2005, Doku., 75 Min., OmengU”Source” ist ein spannend-unterhaltsamer, aufrüttelnder und mutiger Dokumentarfilm über die sozialen und ökologischen Folgen der Baku-Tbilisi-Ceyhan-Pipeline (BTC) in Azerbaijan. Er zeigt, wie ignorant und schamlos örtliche und internationale Ölmagnaten im Interesse ihres Gewinns ökologische Katastrophen, bittere Armut der Bevölkerung und Menschrechtsverletzungen billigend in Kauf nehmen. Aber auch, wie die Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen die Staatssouveränität und Demokratie der Nationen entmündigt.

Anschließend Diskussion mit Gurban Alakbarov (aserbaidschanischer Oppositioneller in Deutschland)
präsentiert von der Rosa Luxemburg Stiftung.

29. November 06, Thema: Protestbewegung, 20:00 Uhr, Cineding, Eintritt frei !“Kick it like Frankreich”
Regie: Martin Keßler (90 Min.)Die neueWUT hat inzwischen auch die Studenten erfasst. Ob in Hamburg, Nordrhein-Westfalen oder in Hessen; tausende Studenten gehen auf die Straße, um gegen die Einführung von allgemeinen Studiengebühren zu protestieren. Für das Recht auf kostenlose Bildung, gegen die schleichende Privatisierung des Bildungswesens und die soziale Ausgrenzung von Studenten aus einkommensschwachen Familien.
06. Dezember 06, Thema: Kinderarbeit, 20:00 Uhr, Cineding, Eintritt frei !“Devils Miners”
Regie: Richard Ladkani & Kief Davidson, 82 min, 2004, USA/DBasilio Vargas (14) und sein Bruder Bernardino (12) kennen ihr Metier: Sie sind Mineros, Bergarbeiter. Ihr Arbeitsplatz sind die 450 Jahre alten Stollen des Cerro Rico. Dort, wo es einmal die größten Silbererzvorräte der Welt gab, oberhalb von Potosí, der 4300 Meter über dem Meer gelegenen bolivianischen Stadt, die einst so bedeutend war wie London, Paris oder Berlin, arbeiten Basilio und Bernardino unter Tage als Lastenschlepper, Schubkarrenfahrer und Sprengloch-Meisler. Der Vater der Kinder ist mit 35 an den Folgen einer Staublunge gestorben. Würden die Beiden nicht jeden Tag bis zu 10 Stunden Schwerstarbeit in den Stollen verrichten, gäbe es zu Hause nichts zu Essen.
Anschließend Diskussion mit Juliane Markov vom Eine Welt e.V. Leipzig.
13. Dezember 06, Thema: Kolonialismus, 20:00 Uhr, Cineding, Eintritt frei !“Recolonize Cologne”
Regie: kanak tv, D 2005, Doku., 45 Min., OFWas macht der Kaiser von Kamerun in Köln? Und warum verteilt er globale Pässe? Der neue Film von KANAK TV verlinkt die deutsche Kolonialgeschichte in Kamerun mit dem Kampf um globale Bewegungsfreiheit.
Anschließend Diskussion.
  Von April bis September konnten wir mit den monatlichen Filmveranstaltungen
der globaLE Zwischendurch viele Menschen mit unseren Themen erreichen.[ Hier gibt es noch einmal einen Rückblick.]Vielen Dank an dieser Stelle unseren vielen Kooperationspartnern, Unterstützern, Zuschauern und Sympathisanten.
Wer noch Lust hat, mitzuhelfen und uns bei den weiteren Vorbereitungen zu unterstützen, ist hiermit herzlich eingeladen. Eine kurze E-Mail zur Kontaktaufnahme an leipzig@attac.de und wir werden uns zurückmelden.

 

 

 

Und das lief bisher:

13. September 2006 20:00 Uhr UT-Connewitz
[das ist hier]

Gentechnik – ein globales Problem?

Filme und Vortrag

“Krieg ums Essen”

Regie: Manfred Ladwig, Deutschland 2004, ca. 45 Min.

“Tote Ernte – Der Krieg ums Saatgut”

Regie: Kai Krüger, Bertram Verhaag, Deutschland 2004, 43 Min.

Anschließend sprechen Juliane Dorn und Harald Tillmann über die Gentechkampagne
des Ökolöwen und beantworten Fragen zu den Filmen.

präsentiert von Ökolöwe Umweltbund Leipzig e.V.

09. August 2006 20:00 Uhr Sommerkino Kleinzschocher
[das ist hier]

Noche Colombiana – Kolumbianische Nacht

Hörspiel, Vortrag und Film

“Bürgerkrieg in Arauca”

von Raul Zelik (WDR 2005)

“Beatbox Columbia”

Regie: Dirk Lienig, Deutschland 2005, 60 Min., OmU

Im Anschluss an das Hörspiel wird Christiane Schwarz (Kolko e. V. – Menschenrechte für Kolumbien) zum Thema berichten.

02. August 2006 22:00 Uhr Sommerkino Kleinzschocher
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Kreative Gegenstrategien

Film:

“Die Strategie der Schnecke”

Buch und Regie: Sergio Cabrera, Kolumbien 1993, 115 Min.

19. Juli 2006 21:00 Uhr Sommerkino Kleinzschocher
[das ist hier]

Essen global

Vortrag, Diskussion und Film

“We feed the world”

Regie: Erwin Wagenhofer, A 2005, 95 Min., OF

Zu Beginn der Veranstaltung sprechen Christine Müller (Leiterin der Arbeitsstelle Eine Welt der sächsischen Landeskirche
in Leipzig) und Peter Hettlich (Mitglied des Bundestages MdB bei den Grünen) über die industrielle Nahrungsmittelproduktion
und deren Auswirkungen im globalen Maßstab, anschließend wird es noch Zeit für eine Diskussion geben.

präsentiert von Eine Welt e.V.

14. Juni 2006 20:00 Uhr UT-Connewitz  [das ist hier]

Zwangsprostitution bekämpfen

“Arizona Market. Das Geschäft mit der Ware Mensch”

Deutschland ist in diesem Jahr Gastgeber der FIFA Fußball
Weltmeisterschaft und die Freude über zahlreiche nationale und
internationale Gäste an den Spielorten ist groß.
Doch bei allem Enthusiasmus und Sportsgeist sollten die Schattenseiten
solcher Großereignisse nicht übersehen werden. So haben die
Erfahrungen bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 gezeigt, dass
die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen während sportlicher
Großereignisse sprunghaft ansteigt. Es ist daher zu befürchten, dass
auch Menschenhandel und Zwangsprostitution zunehmen werden oder anders
gesagt: Nicht alle Prostituierten werden selbstbestimmt und freiwillig
ihrer Tätigkeit nachgehen können. Es werden Frauen anzutreffen sein,
die mit Hilfe falscher Versprechungen angelockt und dann zur
Prostitution gezwungen wurden. Ferner wird es Frauen geben, die mit
der Ausübung der Prostitution einverstanden sind, aber über Art und
Weise der Tätigkeit oder die Verdienstmöglichkeiten getäuscht wurden.
Die Opfer von Menschenhandel in Deutschland stammen zu 95% aus
Osteuropa. Die Wege, auf denen sie nach Deutschland oder in andere
Westeuropäische Staaten gelangen, führen oft über die Balkanstaaten
und Südeuropa und sind voller Leid und menschenverachtenden
Demütigungen für die betroffenen Frauen. Die Strukturen der Händler
sind mafiös und länderübergreifend organisiert.

Filme:

“Die Balkanroute – Frauenhandel in Südosteuropa”

Regie: Ulrike Baur, D 2002, 29 Min.

“Die Helfer und die Frauen”

Regie: Karin Jurschik, D 2003, Ausschnitte, etwa 45 Min.

präsentiert von amnesty international

 

27.Mai 2006 18:30 Uhr, naTo

globaLE zeigt den Film

“Granito de Arena”

Eintritt: 4 Euro

29.Mai 2006 17:00 Uhr, Seminargebäude SG 00- 33/34

Veranstalter: attac Leipzig und globaLE

Seminar mit A.P.R.I.L., der Anti-Privatisierungs-Initiative Leipzig zum Thema:

Wasserprivatisierung von London via Cochabamba nach Leipzig

Wasser wird als DIE Ressource der Zukunft gehandelt. Es taucht nicht
nur als möglicher Kriegsgrund in zahlreichen Konfliktprognosen auf, gleichzeitig wird es als Geschäftsfeld
entdeckt und erschlossen. Auf dem Wellenkamm der new economy war es vielerorts leicht,
mit ein paar Versprechen von Effizienzgewinnen die staatlichen Monopole in private
Monopole zu überführen, teils mit verheerenden Folgen. Doch auch heute
sind die Global Player noch auf Expansionskurs und setzen über EU und WTO große Hebel an.
Und vor unserer Haustür macht ein etwas kleinerer mit. Oder ist es doch bald ein großer?

Dazu die Filme:

“Orange Farm Water Crisis”

Regie: Christina Hotz, Agostino Imondi, Südafrika/NL 2004, Dokumentarfilm, 17 Min., OmU

“Wasser unterm Hammer”

Regie: Leslie Franke, Hermann Lorenz, Deutschland 2005,, Dokumentarfilm, 57 Min., OF

30.Mai 2006 17:00 Uhr, Seminargebäude SG 00- 35/36

Veranstalter: attac Leipzig und globaLE

Seminar und Film zum Thema:

Geistiges Eigentum

Außer einigen Schlagworten und Prozessnachrichten z.B. gegen Napster & Co. erreicht das Thema “Geistiges Eigentum”
kaum die Öffentlichkeit, obwohl es an zentraler Stelle aktueller politischer
Auseinandersetzungen steht und von wichtigen Akteuren getragen wird. Einen tieferen Einblick in die
Auseinandersetzungen, ihre Grundlagen und die weitreichenden Folgen gibt Prof. Dr. H.-G. Gräbe (Uni Leipzig, WAK Leipzig).

Im Anschluss zeigen wir den Film

“Revolution OS”

Regie: J.T.S. Moore, USA 2001, Dokumentarfilm, 85 Min., OF

 

17. Mai 2006 19:00 Uhr Schaubühne Lindenfels

“Fußball im Fokus der Globalisierungskritik”

Im Sport messen sich nicht nur Teams aneinander, Sport ist auch stets ein
Medium um miteinander in Kontakt zu treten. Sport kann Motor für persönliche
und gesellschaftliche Entwicklungsprozesse sein. Sport ermöglicht es,
Menschen über Grenzen hinweg miteinander zu verbinden – seien diese national
oder sozial.
Die “multikulturell” zusammengesetzten Nationalmannschaften Frankreichs oder
der Niederlande sind nur ein Beispiel für positive Identifikation und Abbau
von Vorurteilen durch Fussball. Fussball kann zur Integration und zum
sozialen Aufstieg beitragen, er kann Machtverhältnisse zwischen Zentrum und
Peripherie, zwischen Armen und Reichen, zwischen Einheimischen und Ausländern
aufweichen. Andererseits lassen sich am Phänomen Fussball auch weltweite
wirtschaftliche Verflechtungen aufzeigen: Die Fabrikation unserer Fussbälle
durch Kinder in Pakistan oder die Transfers minderjähriger Fussballtalente
aus Afrika nach Europa werfen Fragen zu Globalisierung und Menschenrechten
auf.

Filme:

“Balljungs – Woher kommen unsere Fussbälle?”

Regie: Svea Andersson, Anke Müller, D/Pakistan 1999, ab 10 Jahren

“Sold out – Der Traum afrikanischer Kinder von einer Profikarriere”

Regie: John Buche, A/Ghana 2002, Dokumentarfilm, 27 Min., ab 14 Jahren

präsentiert von entimon

 

19. April 2006 19:00 Uhr UT Connewitz

“Rechtsextremismus in Deutschland und der Welt”

Dass Rechtsextremismus in Deutschland – besonders in Sachsen – wieder an Popularität gewonnen hat,
bezweifelt seit den letzten sächsischen Landtagswahlen niemand mehr. Doch nicht nur in Sachsen und
Deutschland erlebt die Politik von rechts außen ein Comeback. Längst haben rechte Gruppen
jeder gesellschaftlicher Schicht den Blick ins europäische Ausland geworfen und sich international
vernetzt. Neu dabei ist die Befürwortung der Europäisierung, allerdings nur solange sie nicht mit den
nationalen Interessen rechter Gruppen der Mitgliedsländer kollidiert.

Film:

“Radikale Rechte rüsten auf. Die Verführer. Teil 3″

Redaktion: Dr. Ulrich Brockhagen, Wolfgang Fandrich, D 2001, 45 Min.

Anschließend gibt es eine Diskussion mit einem einleitenden Vortrag von Dr.phil.Oliver Decker, Dipl.-Psychologe
(Uni-Klinikum Leipzig, Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie).

präsentiert von der IG Metall