Programm 2022

Unsere Reihe findet dieses Jahr vom 27. Juli bis zum 1. 24. November 2022 statt. Hier findet ihr das Programm (derzeit noch nicht ganz vollständig, wird aber nach und nach eingestellt). Die Filme im Sommer im Freiluftkino in den Parks beginnen jeweils sobald die Lichtverhältnisse es zulassen. Teils finden vorab bereits Vorträge und Gespräche statt. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Kommende Veranstaltungen

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Vergangene Veranstaltungen

Wann: Mi 27 Juli 2022 20:00 - 23:00

Welcome - Grenze der Hoffnung

Spielfilm / Frankreich / 2009 / 115min / Philippe Lioret / deutsch. Vor dem Film Gespräch mit Mena und Franziska von der Hamburger Volksinitiative gegen Rüstungsexporte sowie Aktiven vom Bündnis Leipzig gegen Krieg.

Seit über drei Monaten ist der kurdische Teenager Bilal schon auf der Flucht. Zu Fuß schaffte es der 17-jährige auf abenteurlichen Wegen vom Irak durch ganz Europa bis an den Ärmelkanal. Er hat sein Land verlassen, nachdem seine Freundin Mîna kurz zuvor nach England emigriert war, um sie wiederzusehen und um in England eine Fußballkarriere zu starten. Doch an der Nordküste Frankreichs nimmt seine Reise ein abruptes Ende. Hier geht es für ihn nicht weiter. Bilal und seine Freundin trennt nun, mitten in der kalten Jahreszeit, der von starkem Nordwestwind aufgewühlte Ärmelkanal.

Bilal ist in Calais gestrandet. 34 Kilometer liegen zwischen ihm und der nächstgelegenen englischen Stadt. Doch dass der Ärmelkanal, mit 500 Schiffen am Tag eine der meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt, auch ohne Kapitänspatent zu überwinden ist, haben kühne Kanalschwimmer seit dem Jahre 1875 immer wieder bewiesen. Kurzentschlossen sucht der Junge das örtliche Hallenbad auf, um das Schwimmen zu trainieren. Hier lernt er den Schwimmlehrer Simon kennen, einen ehemaligen Topschwimmer, der jetzt vom Unterrichten lebt.

Aktuelle Informationen zur Situation in Calais u.a. auf der Seite von Bordermonitoring: Bordermonitoring - Jungle of Calais oder auch hier in einer Studie von 2018.

Wann: Do 28 Juli 2022 20:00 - 23:00

We Come As Friends

Frankreich, Österreich / 2014 / 114min / Hubert Sauper / original mit dt. UT. Im Anschluss Diskussion mit Pablo Flock von der Informationsstelle Militarisierung (IMI).

Der Film ist eine moderne Odyssee, eine schwindelerregende, sciencefictionartige Reise ins Herz Afrikas. In dem Augenblick, in dem der Sudan, das größte Land des Kontinents, in zwei Nationen aufgeteilt wird, kommt eine alte "zivilisatorische" Pathologie wieder zum Vorschein – die des Kolonialismus, der Zusammenstöße der Imperien und auch neue Episoden blutiger (und heiliger) Kriege über das Land und dessen Ressourcen.

Der Regisseur nimmt uns auf dieser Reise in seiner winzigen, selbstgefertigten Flugmaschine aus Blech und Leinwand mit, führt uns an unwahrscheinliche Orte und in die Gedanken und Träume der Menschen in einer atemberaubenden und herzzerreißenden Weise. Chinesische Ölarbeiter, UN-Friedenstruppen, sudanesische Kriegsherren und amerikanische Evangelisten wirken in diesem Dokumentarfilm ironischerweise auf einer Ebene zusammen. Wenn "die Geschichte sich nicht wiederholt, aber sich reimt", dann zeugt "We come as friends" von dieser beunruhigenden Wirklichkeit – es ist ein komplexes, tiefgründiges und humorvolles filmisches Bestreben – eine Geschichte von sehr alten und eher unheimlichen Versen.


Informationen zur Thematik u.a.:
- Informationsstelle Militarisierung.
- German Foreign Policy.
- AG Friedensforschung.

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Wann: Fr 29 Juli 2022 20:00 - 22:30

Let´s Make Money

Österreich / 2008 / 110min / Erwin Wagenhofer / original mit dt. UT.

Der Film folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bäuerinnen oder indische Arbeiterinnen unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist.

Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird. Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des kapitalistischen Finanzsystems. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert. Wir erfahren, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist und wie "Krisen" entstehen...

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Wann: Mi 03 August 2022 20:00 - 23:00

Walter Kaufmann - Welch ein Leben!

BRD / 2021 / 102min / Karin Kaper und Dirk Szuszies / deutsch. Im Anschluss Diskussion mit den beiden Filmemacher/innen Karin Kaper und Dirk Szuszies.

Der Film beleuchtet das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden, und der selbst durch den Kindertransport nach England gerettet wurde. Romanautor, Seemann, Korrespondent und politischer Aktivist: im Leben des in Berlin geborenen und am 15.4.2021 im Alter von 97 Jahren gestorbenen Walter Kaufmann spiegeln sich immer die Erinnerungen an das Elend des antisemitischen Hasses wider. Er war ein Mann, der die Welt begreifen, beschreiben, verändern wollte. Nach langen Jahren des Exils in Australien entschied er sich bewußt 1956 für ein Leben in der DDR. Dank seines australischen Passes, den er zeit seines Lebens behielt, bereiste er als wahrer Kosmopolit die ganze Welt.

Der Film folgt seinen wesentlichen Lebenslinien: den katastrophalen Folgen des deutschen Faschismus, der Bürgerrechtsbewegung in den USA, dem Prozess gegen Angela Davis, der Revolution in Kuba, den Atombombenabwürfen in Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes, dem Zusammenbruch der DDR. Alles Themen, die uns bis heute beschäftigen. Im Film wird auf imponierende Weise deutlich, wie Walter Kaufmann bis zu seinem letzten Atemzug gegen den erschreckenden Rechtsruck sowie zunehmenden Antisemitismus unserer Tage kämpfte. Es ist tröstlich, dass als Vermächtnis dieses großen Zeitzeugen nicht nur seine Bücher, sondern auch der Dokumentarfilm bleiben werden.

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Wann: Do 04 August 2022 20:00 - 23:00

Sir! No Sir!

BRD / 2005 / 85min / David Zeiger / original mit deutschen UT. Diskussion mit den beiden US-Amerikanern Darnell Stephen Summers (afro-amerik. Ex-GI, Vietnamveteran, Antikriegsaktivist und einer der Protagonisten des Films) und der Journalistin und Antikriegsaktivistin Elsa Rassbach, die in der Zeit des Vietnamkriegs aktiv in der zivilen Unterstützung des GI Widerstands wirkte. Eine gemeinsame Veranstaltung der „GlobaLE“ und der „Gruppe DD FEK 20" - Bundeswehrangehörige gegen Aufrüstung und Krieg - , an der General Olbricht Kaserne Leipzig.

Während des Krieges der US-Amerikaner in Vietnam entstand in den USA Widerstand gegen die militärische Gewalt, die das Land ausübte. Diesen Widerstand gab es aber nicht nur in den USA selbst, sondern - was kaum jemand weiß - auch im Militär in Vietnam selbst. Der Film befasst sich mit den Schicksalen der Soldaten, die sich damals gegen die Ziele des US Imperialismus und der Regierung stellten.
Er erzählt als erster Film die Geschichte des Widerstands gegen den Vietnamkrieg innerhalb des US-Militärs: In den 60er Jahren entstand eine Antikriegsbewegung, die den Lauf der Geschichte ändern sollte. Sie lief jedoch nicht in Universitäten ab, sondern in Kasernen und auf Flugzeugträgern; sie gedieh in Militärpalisaden, Marine-Baracken und in den heruntergekommenen Städten rund um die Militärbasen. Wie die Zeit, in der sie florierte, brachte diese Bewegung organisierte Aktionen und spontanen Widerstand, politische Gruppierungen und kulturelle Umwälzungen mit sich. Doch obwohl sie starke Auswirkungen auf die amerikanische Gesellschaft hatte, scheint sie selten in historischen Berichten auf. Kommentiert von Troy Garity, dessen Mutter Jane Fonda offen über ihre Beteiligung an der Antikriegsbewegung spricht, leistet der Film ein lobenswertes Stück Aufklärungsarbeit: Während er den Widerstand innerhalb des Militärs beginnend mit den Aktionen von einigen wenigen Unzufriedenen rekonstruiert, legt David Zeiger dar, dass laut Angaben des Pentagons zwischen 1966 und 1971 über 500.000 Desertationen aufgetreten seien. Mit Hilfe von neu entdecktem Archivmaterial und ausführlichen Interviews mit Veteranen, die an der Friedensbewegung teilnahmen, dokumentiert der Film das Schicksal jener unzähligen Soldaten, die sich gegen Ende des Krieges weigerten, in die Schlacht zu ziehen. "Sir! No Sir!" beschreibt, wie die Ignoranz rund um die Bemühungen der Bewegung mit jener Neuschreibung der Geschichte, die von den Medien und Hollywood sowie der amerikanischen Regierung durchgeführt wurde, zu tun hat.


Informationen zur Thematik u.a.: GI Special 4K21 - Soldiers are waking up (pdf).

Wann: Mi 10 August 2022 21:00 - 23:00

Mein Vietnam

Vietnam, BRD / 2020 / 70min / Tim Ellrich, Thi-Hien Mai / vietnamesisch mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit den beiden Filmemachern Tim Ellrich und Leopold Pape.

Das vietnamesische Ehepaar Bay und Tam lebt seit 30 Jahren in Deutschland. Abseits der deutschen Gesellschaft arbeiten die beiden in leeren Büroräumen als Putzkräfte. Durch Skype und Online-Chatrooms haben sie ihre eigene virtuelle Version von Vietnam in ihrer Münchner Wohnung erschaffen. Doch die Begrenzungen dieser Blase zeigen, sich als Bays und Tams Haus in Vietnam durch einen Sturm zerstört wird und ein Familienmitglied in der ehemaligen Heimat auf dem Sterbebett liegt. Mehr und mehr müssen sich die beiden mit der Frage konfrontieren, ob sie in Deutschland jemals wirklich angekommen sind. Während Bays Zukunft klar in Deutschland liegt, wird es für Tam immer wichtiger, nach Vietnam zurückzukehren. Ist Heimat ein Ort oder vielmehr ein Gemütszustand?

Ein Film über die Schwierigkeit, an zwei Orten gleichzeitig zu leben, und die Frage, welche Auswirkungen diese Dualität auf eine Ehe, Familie und das Gefühl von Zugehörigkeit hat.

Wann: Do 11 August 2022 20:00 - 23:00

The Whale And The Raven

Kanada, BRD / 2019 / 106min / Mirjam Leuze / original mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit der Filmemacherin Mirjam Leuze.

Sind Wale Individuen mit der Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Intelligenz? Janie Wray und Hermann Meuter sind fest davon überzeugt. Seit 15 Jahren dokumentieren die beiden Wal-Forscher das Verhalten von Orcas, Buckel- und Finnwalen an der Westküste Kanadas. 70 Meilen von ihren Forschungsstationen entfernt liegt die kleine Küstenstadt Kitimat. Hier wird eine gigantische Exportanlage für Flüssiggas(LNG) geplant. Auf Supertankern soll das Gas nach Asien exportiert werden. Was die Tankerroute für die Wale bedeuten wird, ist nicht absehbar. Auch die Gitga’at First Nation, die in dem kleinen Ort Hartley Bay leben, haben sich nach einem zehnjährigen Kampf dem Druck von Industrie und Regierung gebeugt und zugestimmt, dass zukünftig Hunderte von Supertankern durch die Fjorde ihres Territoriums fahren werden. In den Geschichten der First Nations, den ersten Bewohnern dieser Küste, wird das Meer als „Unterwasserkönigreich“ beschrieben. “Orca Chief“ wacht über die Bewohner des Meeres und weist respektlose Menschen in ihre Schranken. In einer animierten Sequenz, erzählt mit Bildern des Künstlers Roy Henry Vickers, macht die Geschichte von Orca-Chief klar, dass es in dieser Region auch um verschiedene Konzepte unserer Welt geht: Die industrielle Nutzbarmachung des Meeres versus dem Meer als Nahrungsquelle, das es langfristig zu erhalten gilt. In ihrem Film wirft Regisseurin Mirjam Leuze die Frage auf, ob wir Menschen das Recht haben, die Welt ausschließlich nach unseren Bedürfnissen zu formen. Was wäre, wenn Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Denken nicht ausschließlich menschliche Fähigkeiten wären? Nah dran an den beiden Walforschern Hermann Meuter und Janie Wray gibt der Film einen tiefen Einblick in ein einzigartiges Biotop.

Wann: Fr 12 August 2022 20:00 - 23:00

Der Waldmacher

BRD / 2021 / 106min / Volker Schlöndorff / original mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit dem Biologen Axel Schmoll.

1981 kommt der Australier Tony Rinaudo als junger Agrarwissenschaftler in den Niger, um dabei mitzuhelfen die wachsende Ausbreitung der Wüsten und das u.a. daraus resultierende Elend der Bevölkerung zu bekämpfen. Radikale Rodungen haben das Land veröden lassen und einst fruchtbare Böden ausgelaugt. Doch Rinaudos Versuche die Wüste durch das Pflanzen von Bäumen aufzuhalten scheitern und nahezu alle seine Setzlinge gehen wieder ein. Dann bemerkt er unter dem vermeintlich toten Boden ein gewaltiges Wurzelnetzwerk – eine Entdeckung, die eine beispiellose Begrünungsaktion zur Folge hat und unzähligen Menschen neue Hoffnung schenkt.

Der Film ist das Porträt eines bemerkenswerten Mannes, dessen Lebenswerk 2018 mit dem so genannten alternativen Nobelpreis, dem Right Livelihood Award, ausgezeichnet wurde. Tony Rinaudo hat einen Weg gefunden, Bäume in den unwirtlichsten Gegenden wachsen zu lassen, indem er die noch lebenden Baumstümpfe und Wurzeln aktiviert und damit die Lebensgrundlage von Tausenden von Bauern in Afrika sichert. Seine Methode mit dem 'unterirdischen Wald' zu arbeiten, nennt er "Farmer Managed Natural Regeneration" (FMNR) und sie stellt nicht nur den Boden, sondern auch Würde und Hoffnung wieder her. Die Akzeptanz seiner Ideen musste er sich hart erkämpfen. In den 30 Jahren, die er in der Sahelzone gearbeitet hat, hat er Verzweiflung und Hungersnot erlebt, aber auch Widerstandskraft, Entschlossenheit und Entwicklung.

Der Filmemacher Volker Schlöndorff begleitet Tony Rinaudo für den Film in verschiedene afrikanische Länder, um sich von der Wirkung des FMNR bei der Bekämpfung der Wüstenbildung zu überzeugen und stößt dabei auf Themen, die auch uns in Europa beschäftigen - Migration, Klimawandel, Geschlechtergerechtigkeit. Um seinen Blick zu vervollständigen, hat er afrikanische Filmemacher eingeladen, mit ihm zusammenzuarbeiten und ihre Erfahrungen mit dem Leben auf dem Land und den lokalen Herausforderungen zu teilen. Der Film zeigt gewöhnliche Menschen, die außergewöhnliche Dinge tun und lehrt uns den Wert von Gemeinschaft, von Selbstermächtigung und von Hoffnung.

Wann: Mi 17 August 2022 21:00 - 23:30

Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence

Dänemark, Finnland, Schweden, USA / 2014 / 90min / Göran Hugo Olsson / original mit dt. UT. Im Anschluss Diskussion mit der Historikerin Kathleen Rahn sowie Pablo Flock von der Informationsstelle Militarisierung (IMI)

Auf der Grundlage von Frantz Fanons berühmtem Buch “Die Verdammten dieser Erde“ erzählt der Film von den Aufständen, die zur Entkolonialisierung Afrikas führen sollten. Der Filmemacher konzentriert sich dabei auf Archivmaterial, das schwedische Dokumentarfilmer und Fernsehjournalisten zwischen 1966 und 1984 in Afrika aufgenommen haben. Aufnahmen von der Befreiungsbewegung in Angola, der Frelimo in Mozambique und dem Unabhängigkeitskampf in Guinea-Bissau werden dokumentarische Bilder von schwedischen Missionaren in Tansania und einem Streik in einer schwedischen Mine in Liberia gegenübergestellt.

Die Musikerin Lauryn Hill erweckt die polarisierenden Texte Fanons zum Leben, die das Bildmaterial strukturieren und kommentieren. Ein Blick auf heutige Konflikte, die entlang der alten Kolonialgrenzen schwelen, zeigt, dass Afrika auch über 50 Jahre nach Fanons Tod die Folgen der jahrhundertelangen europäischen Raubzüge und Interventionen noch lange nicht überwunden hat.

Wann: Do 18 August 2022 20:00 - 23:00

Ukraine On Fire

USA, Ukraine / 2016 / 95min / Igor Lopatonok, Oliver Stone / original mit dt. UT. Im Anschluss Diskussion mit Iwana Steinigk vom Aktionsbündnis Zukunft für Donbass.

Die Ukraine: Seit Jahrhunderten steht das Land im Zentrum eines Tauziehens der Weltmächte, die versuchen, seine reichen Ländereien und den Zugang zum Schwarzen Meer zu kontrollieren. Der Dokumentarfilm liefert eine historische Aufarbeitung der tiefen Spaltungen in der Region, die zur "Orangenen Revolution" von 2004, den blutigen Aufständen von 2014 und dem gewaltsamen Sturz des gewählten Präsidenten Janukowytsch führten. Von den westlichen Medien als "Volksrevolution" bezeichnet, war es in Wirklichkeit ein Staatsstreich, der von nationalistischen Gruppen und dem US-Außenministerium geplant und inszeniert wurde.

Robert Parry enthüllt, wie seit den 1980er-Jahren von den USA finanzierte politische NGOs und Medienunternehmen entstanden sind, um die geopolitische Agenda der USA im Ausland durchzusetzen. Der ausführende Produzent Oliver Stone erhält durch seine klugen Interviews, u.a. mit dem ehemaligen Präsidenten Witalij Sachartschenko und dem Innenminister Vitaliy Zakharchenk brisantes Insiderwissen. Er belegt, wie der US-Botschafter und Regierungsvertreter in Washington aktiv einen Regimewechsel planten.


Der Ukraine-Krieg und seine geopolitischen Hintergründe: Hintergrundpapier
Hinweis: Die Veranstaltung wurde angegriffens und gestört. Im Nachgang wurde einseitig und falsch in vielen Medien darüber berichtet welches auf die PR der Störer zurückging. Daher hatten wir eine Stellungnahme als Reaktion auf die falsche Berichterstattung geschrieben.

Wann: Mi 24 August 2022 20:00 - 23:00

Süßes Gift - Hilfe als Geschäft

BRD / 2012 / 95min / Peter Heller / deutsch und original mit dt. UT. Im Anschluss Diskussion mit Théophile Vissiennon, u.a. Autor des Buchs Mafiafrika und Anne Berger vom Verein Schools for Uganda e.V..

Seit Beginn der "Unabhängigkeit" der afrikanischen Staaten von den Kolonialherren, pumpen die reichen Länder und gutmeinende Christenmenschen Hilfe zur Entwicklung auf den Kontinent. In den letzten 50 Jahren sind bis zu 600 Milliarden Dollar in den vermeintlich verlorenen Kontinent geflossen.
Hilft diese Art der Entwicklungshilfe tatsächlich der Entwicklung? Anhand von Beispielen aus Mali, Kenia und Tansania stellt der Film fest: Entwicklungshilfe ist kein Geschenk, sondern in erster Linie ein Business. Der Dokumentarfilm packt Tabus an, stellt Erkenntnisse und Aussagen afrikanischer Fachleute in den Mittelpunkt und entwirft und hinterfragt einen Weg, wie sich die Länder Afrikas selbstbestimmt entwickeln könnten.

Eine kleine aber wachsende Zahl unabhängiger Afrikaninnern und Afrikaner plädiert für eine radikale Abkehr und die Einstellung solcher "Hilfe". Solange die inneren Strukturen der Empfängerländer nicht reformiert sind, ergibt auch eine andere, bessere Entwicklungshilfe, wie sie von nationalen Gebern und internationalen Finanzorganisationen in schöner Regelmäßigkeit angeboten wird, wenig Sinn. Deswegen wettern sie gegen die westliche "Hilfsindustrie", die kein Interesse daran hat, wirkliche Lösungen zu fördern, da sie von den afrikanischen Problemen lebe.

Durchsetzen werden sich die afrikanischen Kritiker mit ihrem Begehren vorerst nicht. Die Mauer aus Empfänger-Regierungen und "Hilfsindustrie" steht fest: Etwa 40.000 Mitarbeiter zählen die ausländischen Hilfsorganisationen in Afrika. Der Film ist mittlerweile 10 Jahre alt und wir möchten einen Blick darauf legen ob und was sich in den letzten Jahren verändert hat.

Wann: Do 25 August 2022 20:00 - 23:00

Der laute Frühling - Gemeinsam gegen die Klimakrise

BRD / 2022 / 62min / Johanna Schellhagen (Labournet.TV) / deutsch und original mit dt. UT. Im Anschluss Diskussion mit Johanna Schellhagen von Labournet.TV.

Seit Beginn der UN-Klimakonferenzen im Jahr 1992 sind die jährlichen CO2-Emissionen nicht zurückgegangen. Vielmehr haben sie um über 60 % zugenommen. - Warum? Und vor allem: Wie können wir den Klimawandel aufhalten?

In der globalen Klimabewegung setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass es so nicht weitergehen kann und dass wir einen Systemwechsel brauchen. In "Der laute Frühling" schauen wir mit Hilfe von animierten Sequenzen in die Zukunft und beschreiben, wie jene tiefgreifende gesellschaftliche Transformation, die wir brauchen, aussehen könnte.

Wann: Fr 26 August 2022 20:00 - 23:00

Land - Sinfonie einer industrialisierten Landwirtschaft

BRD / 2021 / 76min / Timo Grosspietsch / deutsch. Im Anschluss Diskussion mit Aktiven von der Solidarischen Landwirtschaft "Allerlei". Du kannst dir das Gelände und den Acker anschauen und dich mit den Gärtner/innen und Mitgliedern des Vereins über die Organisation und die Methoden einer Solidarischen Landwirtschaft austauschen. Für Getränke und Abendessen aus der Ackerküche ist gesorgt. Bitte bringt euch Decken oder andere Sitzgelegenheiten und ggf. einen Becher für die Getränke mit. Vorab gibt es um 17 Uhr bereits eine "Schmetterlingführung".

In langen, elegischen Einstellungen und mit einem sogartigen Soundtrack reduziert der Dokumentarfilmer Timo Großpietsch den ländlichen Raum auf seine reine Funktionalität und entführt die Zuschauer an außergewöhnliche, unbekannte Orte fern von jeder Landlustromantik. Nahezu menschenleere Gewächshäuser, geheimnisvolle Brutschränke und Maschinen, die wie von Geisterhand arbeiten, zeigen den Takt der Wachstumsgesellschaft.

Für diese spannende filmische Dekonstruktion hat der berühmte Jazzpianist der NDR-Bigband, Vladyslav Sendecki, einen außergewöhnlichen Soundtrack komponiert und eingespielt.

Die verstörende Schönheit der filmischen Sequenzen und die kontrastierende Arbeit der Filmmusik gehen bewusst an die Schmerzgrenze der Wahrnehmung und zeigen, was den ländlichen Raum heute ausmacht. Der Film wirkt wie ein dokumentarischer Science-Fiction-Film, der zum Nachdenken anregt.

Wann: Mi 31 August 2022 20:00 - 22:30

Deadly Dust - Todesstaub

BRD / 2007 / 92min / Frieder Wagner / original mit deutschen UT. Im Anschluss Gespräch mit dem Völkerrechtler Prof. Dr. Manfred Mohr, u.a. Vorsitzender der International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBUW).

Die Dokumentation von Frieder Wagner erzählt von einem Kriegsverbrechen: dem Einsatz der Uranmunition im Irak, im Bosnienkrieg und im Kosovo. Diese Wunderwaffe der Alliierten durchdringt einen feindlichen Panzer wie ein Messer die Butter. Dabei verbrennt das radioaktive Uran, das zudem hochgiftig ist und eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren hat, zu winzigsten Nanopartikeln. Eingeatmet können sie tödliche Krebstumoren verursachen und den genetischen Code aller Lebewesen für viele Generationen deformieren. In den betroffenen Ländern sind dadurch inzwischen ganze Regionen unbewohnbar geworden.

Der deutsche Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Siegwart-Horst Günther machte nach dem Golfkrieg 1991 als erster auf die verheerenden Folgen von solchen Urangeschossen aufmerksam und wurde dafür in Deutschland diskreditiert und verfolgt. Der Film begleitet ihn und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uran-Munition eingesetzt.

Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Expert/innen in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche Erdstrahlung um das 20’000-Fache übertrifft. Trotz Wissens über die Folgen wird auch in heutigen Kriegen nach wie vor Uranmunition eingesetzt.

Wann: Do 01 September 2022 18:00 - 19:30

Nein zum Krieg heißt Nein zur NATO! - Kundgebung zum Weltfriedenstag

Aus der Geschichte lernen heißt Widerstand gegen die heutigen Kriege zu organisieren. Friedenskundgebung gegen Aufrüstung, Kriegskredit, Sanktionen und Waffenlieferungen. Organisiert vom "Leipziger Antikriegsforum" und dem Bündnis "Leipzig gegen Krieg". Am Abend gibt es um 20 Uhr eine Lesung und wir zeigen im Rahmen der globaLE den Film "Der gewöhnliche Faschismus" im Clara-Zetkin-Park.

Am 1. September jährt sich der Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen zum 83sten Mal.
Heute stehen deutsche Truppen wieder an der Grenze zu Russland, vor der Küste Somalias, im Libanon, in Kosovo, in Mali und in zahlreichen weiteren Einsatzgebieten im Interessen des deutschen Kapitals. Die Militärausgaben sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen und die Bundesregierung hält weiterhin an der Unterstützung des Krieges in der Ukraine sowie an ihrem 100 Milliarden Sonder-Kriegskredit und der jährlichen Erhöhung des Militärbudgets fest. Mit Waffenlieferungen und Sanktionen wird der Krieg der Reichen auf dem Rücken der großen Mehrheit der europäischen Zivilbevölkerung geführt. Außerdem ist seit Jahren traurige Realität, dass die Bundeswehr in verstärktem Maße an Schulen oder auf Stadtfesten auf Werbetour geht um Nachwuchs zu rekrutieren. Wir meinen dass dieser Politik der Aufrüstung und der Kriegstreiberei entschlossener zivilgesellschaftlicher Widerstand entgegenzusetzen ist. Darum: Beteiligt euch an der Kundgebung!

Aktuelle Informationen über Ort, Zeit und Programm vorab hier auf der Seite des Bündnisses "Leipzig gegen Krieg": http://www.leipzig-gegen-krieg.de.

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Wann: Do 01 September 2022 20:00 - 23:00

Der gewöhnliche Faschismus

Sowjetunion / 1965 / 123 min / Michail Romm / deutsch. Vor dem Film: Geschichten für den Frieden. Andi Rietschel liest u.a. Texte von Kurt Tucholsky. Veranstaltung im Rahmen des internationalen Weltfriedenstages.

Der Film stellt die Frage, wie es zum deutschen Faschismus kommen konnte und welche zentrale Rolle die großen Monopole dabei spielten. In sechzehn Kapiteln sucht der Filmemacher nach Antworten auf seine Frage, was Menschen dazu bringt, den Faschismus zu bejahen und sogar zum Mörder zu werden.

Aus rund zwei Millionen Metern Material des Reichsfilmarchivs, aus Wochenschauen und Fotos einzelner Soldaten filtert der Film Momente, die belegen, wie sehr das faschistische Deutschland auf Massensuggestion, Auslöschung des Denkens und der Vernunft sowie auf unbedingten Gehorsam gegenüber dem "Führer" setzte. In beeindruckenden Montagen zeigt er die Verwandlung der zivilen Menge in eine uniformierte Gesellschaft.

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Wann: Fr 02 September 2022 20:00 - 23:00

Comrade, Where Are You Today?

Finnland, BRD / 2016 / 110min / Kirsi Marie Liimatainen / deutsch und original mit deutschen UT. Mit Diskussion sowie Führung über die Baustelle des ehemaligen Kinos der Jugend. Veranstaltung in Kooperation mit der IG Fortuna.

1988 fliegt die zwanzigjährige Finnin Kirsi Marie Liimatainen in die DDR, um die Lehren von Marx und Lenin zu studieren. In ihrer Heimatstadt Tampere hatte sie Häuser besetzt, jetzt trifft sie an der FDJ-Jugendhochschule "Wilhelm Pieck" am Bogensee in der Nähe Berlins auf Gleichgesinnte aus über achtzig Ländern. Sie sind Funktionäre, Befreiungskämpfer oder linke Aktivisten. Darunter auch "Illegale", die aus dem Untergrund kommen und zum Schutz Decknamen tragen. Lauter junge Menschen, vereint in ihrer Hoffnung auf eine bessere Welt. Doch während die Studenten die internationale Solidarität hochleben lassen, weckt der sozialistische DDR-Alltag Zweifel, ob die Theorie in der Praxis bestehen kann. Im Sommer 1989 endet das Studienjahr, die Studenten verteilen sich wieder in der ganzen Welt. Wenige Monate später fällt die Berliner Mauer.

Über zwanzig Jahre später sucht Kirsi, die heute Filmemacherin ist, ihre Kameradinnen und Kameraden von damals. Sie will wissen, was in einer globalisierten Welt übrig geblieben ist vom großen Traum der Revolution. Sind die alten Ideale von Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität nichts mehr wert? "Comrade, Where Are You Today?" nennt sie ihren Dokumentarfilm, der sie rund um den Globus führt – nach Bolivien, Chile, in den Libanon und nach Südafrika. Dabei entsteht ein einzigartiger Blick auf Geschichte und Gegenwart linker Bewegungen.

Wann: Mi 07 September 2022 20:00 - 23:00

Wood - Der geraubte Wald

Österreich, BRD / 2020 / 97min / Ebba Sinzinger , Michaela Kirst , Monica Lazurean-Gorgan / original mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit Dorett Bothmann vom Botanischen Garten Leipzig und der Filmemacherin Michaela Kirst.

Jeder benötigt Holzprodukte jeden Tag. Alle zwei Sekunden vernichten illegale Holzfäller weltweit eine Waldfläche von der Größe eines Fußballfeldes, nicht nur in den Tropen, sondern auch direkt vor unserer Haustür. Holz aus Naturschutzgebieten schmückt als Billy-Regal, Klobrille und Parkettboden unsere Wohnungen.
Die Ressource wird knapper – illegaler Holzeinschlag ist daher mittlerweile ein globales Milliardengeschäft. Dies weltweit aufzudecken ist das Anliegen der "Environ- mental Investigation Agency" in Washington. Welche Wege geht das Holz, wer ist involviert und wie wird versucht, es reinzuwaschen? Undercover ist der Hauptprotagonist mit einem Team in Sibirien, China, Peru und Rumänien unterwegs. Mit modernen Methoden gibt es möglicherweise Lösungen für die Nachverfolgung des Holzes.

Wann: Do 08 September 2022 20:00 - 23:00

The War on Cuba

USA, Kuba / 2021 / 6 Folgen je ca. 15 min / Oliver Stone und Danny Glover / original mit englischen und deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit Aktivistinnen der Kuba-Solidarität und der Kampagne Unblock Cuba.

Die Journalistin Liz Oliva Fernández führt durch die sechs Episoden der Dokumentation. Sie geben Einblick in die Geschichte Kubas aus einer kubanischen Perspektive – von der Kolonialzeit bis zu den verschärften Sanktionen der USA und den Sozialprotesten auf der Insel im vergangenen Jahr.

Der Film thematisiert in sechs Episoden verschiedene Aspekte: Es geht um die sozialistische Revolution, um die seit über einem halben Jahrhundert andauernde Wirtschaftsblockade der USA. Es geht aber auch um den Internationalismus, die Ärztebrigaden und medizinisches Personal welches Kuba zur Hilfe in zahlreiche Länder der Welt zur Unterstützung entsendet. Auch in der Zeit der Corona-Pandemie unterstützten kubanische Ärzteteams in 27 Ländern der Welt den Kampf gegen das Virus – auch in Europa. Aber während internationale Medien das Land für seine erfolgreichen Einsätze gegen die Pandemie loben, setzen die USA Kuba auf eine Liste von "Terrorstaaten" und behindern massiv die Lieferungen von Medikamenten, Rohstoffen für die Impfstoffentwicklung sowie medizinischen Hilfsgütern an die kubanische Bevölkerung. Aber nicht nur das: Die US-Regierung versucht seit zwei Jahren verstärkt mit allen Mitteln, Kuba im Windschatten der "Coronakrise" in die Knie zu zwingen, indem sie Druck auf Länder ausübt, auf kubanische Ärztemissionen zu verzichten, und Geldüberweisungen der im Ausland lebenden Kubanerinnen und Kubaner an ihre Familien unterbindet – die wichtigsten Devisenquellen, die der Insel noch verbleiben…

Wann: Fr 09 September 2022 20:00 - 23:00

We are all Detroit

BRD / 2021 / 120min / Ulrike Franke, Michael Loeken / original mit mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit dem Journalisten und Gewerkschafter Jörn Böwe. Veranstaltung im Rahmen der Tage der Industriekultur der Stadt Leipzig und in Kooperation der GlobaLE mit dem Kommhaus e.V. Grünau sowie dem Haus Steinstraße e.V..

Die Dokumentation bildet die brisanten Entwicklungen zweier Städte auf verschiedenen Kontinenten und die Auswirkungen auf die jeweils dort lebenden Menschen ab.

Zwischen den beiden so unterschiedlichen Städten – Bochum, der Stadt im Ruhrgebiet, und Detroit, der Stadt im Rust Belt – gibt es eine gewichtige Gemeinsamkeit: Die Autoindustrie hat sowohl Detroit als auch Bochum geprägt. Und sowohl der Beginn als auch das Ende der Autoindustrie in Bochum wurden in Detroit besiegelt. Nach dem "Ende des Industriezeitalters" sind die Menschen hier wie da auf der Suche nach einer neuen Identität. Im Film lernen die Zuschauer sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner kennen, die von den Entwicklungen betroffen sind und deren Lebensrealität davon bestimmt wird, als auch die Akteure – Planer, Wissenschaftler und Politiker – des Wandels, die alle große Versprechungen und Visionen für eine mehr als ungewisse Zukunft verkünden. Trotz aller Unterschiede verbindet die Menschen in Bochum wie in Detroit das Verlangen nach einem würdevollen und glücklichen Leben und die filmische Reise durch die beiden Städte wird zu einer Reise in die Herzen ihrer Menschen.

Wann: Mi 14 September 2022 20:30 - 23:00

Factory to the workers

Kroatien / 2021 / 105min / Srdjan Kovacevic / original mit mit englischen UT. Im Anschluss Diskussion u.a. mit Wolfgang Franke von der AntiPRivatisierungsInitiative Leipzig (April-Netzwerk).

Die kroatische Werkzeugmaschinenfabrik ITAS hat eine lange Geschichte hinter sich – ebenso wie die meisten ihrer kurz vor der Rente stehenden Arbeiterinnen und Arbeiter. 1960 im sozialistischen Jugoslawien gegründet, wurde die Fabrik 2005 nach fehlgeschlagener Privatisierung von den Beschäftigten übernommen und vergemeinschaftet. Was nach demokratischen Entscheidungsprozessen, Selbstbestimmtheit und Handlungsfreiheit klingt, birgt unter kapitalistischen Bedingungen zahlreiche Probleme und bald stellt sich eine gewisse Desillusionierung innerhalb der Belegschaft ein.

Der Film beobachtet einen verzweifelten Spagat: einerseits der Versuch, auf dem unnachgiebigen, kapitalistischen Markt mitzuhalten – und gleichzeitig die Bedürfnisse der Arbeiterinnen und Arbeiter nach Stabilität und sicherem Einkommen zu berücksichtigen.

Wann: Do 15 September 2022 20:00 - 23:00

Yellow Cake – Die Lüge von der sauberen Energie

BRD / 2010 / 108min / Joachim Tschirner / deutsch und original mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit Joachim Tschirner.

In „Yellow Cake“ begleitet der Autor Joachim Tschirner fünf Jahre lang das größte Sanierungsprojekt in der Geschichte des Uranerzbergbaus und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise, die von Thüringen und Sachsen aus um die halbe Welt führt.

Am Anfang der nuklearen Kette steht der Uranerzbergbau. Nur wenig ist von ihm bekannt, denn ein Geflecht aus Geheimhaltung und Desinformation liegt über seiner fünfundsechzigjährigen Geschichte. In Sachsen und Thüringen existierte bis zur Annexion der drittgrößte Uranbergbau der Welt. Er trug den Tarnnamen Deutsch-Sowjetische Aktiengesellschaft WISMUT, die bis 1990 insgesamt 220.000 Tonnen Uran in die Sowjetunion lieferte. Für jede Tonne musste das Zehntausendfache an Gestein aus der Erde geholt, verarbeitet und irgendwo gelagert werden. Unvorstellbare Mengen hochgiftiger und radioaktiver Hinterlassenschaften sind das Ergebnis. Seit dreißig Jahren versuchen nun Tausende ehemalige Bergleute mit gigantischem Aufwand, ihre Vergangenheit zu bewältigen. Die Beseitigung des radioaktiven Mülls kostet den Steuerzahler am Ende fast sieben Milliarden Euro, doch ein Ende ist noch immer nicht in Sicht.

Während die Frage unbeantwortet bleiben muss, ob man die radioaktiven Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus für Jahrtausende sichern kann, steigt der Weltmarktpreis für Uran unablässig. Im Laufe der Arbeit an diesem Film um das Zwanzigfache.

Wann: Mi 21 September 2022 20:00 - 22:30

Blockade - Von der Belagerung Leningrads 1941-1944 bis zur NATO-Russland Auseinandersetzung heute

Ein Abend mit Original-Dokumentarfilmaufnahmen, ausgewählten Texten, vorgetragen vom Schauspieler und Friedensaktivisten Rolf Becker und einem musikalischem Rahmenprogramm mit der Pianistin Jana Poljanovskaja. Achtung Ortsänderung: Die Veranstaltung findet in der Villa Davignon, in der Friedrich-Ebert-Straße 77, statt..

900 Tage belagerte die deutsche Wehrmacht die sowjetische Stadt. Dabei verloren nach Schätzungen etwa 1,1 Millionen zivile Bewohnerinnen und Bewohner aufgrund der Blockade ihr Leben, - etwa 90 Prozent dieser Opfer verhungerten. Die Einschließung der Stadt durch die deutschen Truppen mit dem Ziel, die Bevölkerung systematisch verhungern zu lassen, gilt als eines der eklatantesten Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht während des Kriegs gegen die Sowjetunion.

Wie konnte Leningrad die 900 Tage dauernde Blockade der Deutschen Wehrmacht überleben? Rolf Becker trägt Zeugnisse von Kulturschaffenden jener Tage vor, die mit bewegenden Texten dokumentierten, Trost spendeten und Mut machten: Wir hören von Anna Achmatowa, Ales Adamowitsch, Olga Fjodorowna Bergholz, Gennadij Gor, Daniil Granin, Tanja Sawitschewa und den vielen namenlosen Verteidigern Leningrads. Ergänzt wird die Lesung durch Original-Filmesequenzen aus der Zeit der Belagerung.

Ein Abend der Erinnerung und Mahnung, der gleichzeitig aber auch eine klare Stimme für Frieden und gegen Aufrüstung und Krieg in unseren heutigen Zeiten sein soll.

Wann: Do 22 September 2022 20:00 - 23:00

Silence Breakers

Israel, Frankreich, BRD / 2021 / 88min / Silvina Landsmann / original mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit Aktivist/innen.

Die NGO „Breaking the Silence” – kurz BtS – besteht aus ehemaligen israelischen Soldaten und Soldatinnen, die durch das Sammeln persönlicher Erinnerungsberichte auf den militärischen Alltag und den Umgang mit der Bevölkerung in den besetzten Gebieten aufmerksam machen wollen. Die Regisseurin Silvina Landsmann ermöglicht mit ihrem Film einen Blick hinter die Kulissen einer umstrittenen Gruppierung mit einem kontrovers diskutierten Ansatz inmitten eines über 70 Jahre schwelenden Konflikts.

Was macht einen guten Soldaten aus? Die Fähigkeit, ohne Skrupel Befehle auszuführen, oder die Berücksichtigung von höheren moralischen Zielen im Umgang mit dem Feind? Letzteres war vielen Mitgliedern von BtS erst nach ihrer aktiven Militärzeit möglich. In ihrer Arbeit setzen sie sich mit Einsätzen und Handlungen auseinander, die ihnen heute falsch vorkommen. Mit Videos, Vorträgen und Stadtführungen wenden sie sich an die israelische Bevölkerung und an ausländische Medien. Auf den Straßen Hebrons kommt es immer wieder zum Zusammenstoß zwischen BtS, israelischen Siedlern und dem Militär. Auch auf politischer Ebene wird die Organisation scharf kritisiert. Ihr wird vorgeworfen, Geschichten zu erfinden, dem Ruf Israels zu schaden und dem Antisemitismus in die Hände zu spielen. Mit filmisch nüchternen Bildern beobachtet Landsmann, wie die Gruppe äußerlich und innerlich um ihre Stimme kämpft.

Wann: Mi 28 September 2022 20:00 - 22:30

An den Rändern der Welt

BRD / 2018 / 92min / Markus Mauthe, Thomas Tielsch / deutsch und original mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit dem Fotografen und Filmemacher Simon Straetker.

An den Rändern der uns bekannten Welt leben sie, die letzten indigenen Gemeinschaften – fernab der Zivilisation, und doch betroffen von ihren Folgen.

Bevor auch diese letzten indigenen Lebensweisen der stetigen Globalisierung weichen müssen, ist der Fotograf Markus Mauthe zu ihnen gereist – mit dem Ziel, die Schönheit ihrer Kulturen für uns sichtbar zu machen. Die Reise führt vom Südsudan und Äthiopien zu den Seenomaden nach Malaysia und den Indios im brasilianischen Mato Grosso, die angefangen haben, sich gegen die Zerstörung ihres Lebensraums zu wehren.

Der Fotograf Markus Mauthe hat sich erstmals von einem Filmteam begleiten lassen und einen Einblick in seine Arbeit gewährt. Das Ergebnis ist ein Film mit nahen, unverstellten Begegnungen in betörend schönen Bildern – und ein Appell für den Erhalt der indigenen Lebenswelten, die ohne unser entschlossenes Umdenken und Handeln dem Untergang geweiht sind.

Wann: Do 29 September 2022 20:00 - 22:30

Kalle Kosmonaut

BRD / 2022 / 99min / Tine Kugler, Günther Kurth / deutsch. Im Anschluss Diskussion mit der Soziologin und Filmemacherin Tine Kugler.

„Was ist aus dir geworden? Du bist ein Monster. Wir erkennen dich alle nicht mehr. Seitdem du im Knast warst, erkennen wir dich nicht mehr.“ – „Ich sag, ihr müsst mich nicht erkennen. Ihr müsst versuchen, mich zu verstehen.“

Die Allee der Kosmonauten führt nicht zu den Sternen. Wer hier im Nordosten Berlins in den Plattenbauten aufwächst, dessen Weg ist eher in andere Richtungen vorgezeichnet. Selbst wenn er so pfiffig ist wie der zu Beginn des Films zehnjährige Pascal, genannt Kalle. Über ein Jahrzehnt haben Tine Kugler und Günther Kurth ihn begleitet. Mal voll Hoffnung und Ehrgeiz, mal von Ängsten und Problemen, quälenden Gedanken und Erfahrungen belastet, sucht er nach seinem Platz im Leben. Eine dokumentarische Beobachtung, in der Animationssequenzen ergänzen, was abseits der Kamera geschieht. Empathisch, poetisch und humorvoll zeichnet das Regie-Duo nicht nur ein präzises Porträt ihres charismatischen Protagonisten, sondern auch ein kaleidoskopisches Bild der unglamourösen Seite Berlins, fernab der Wahrzeichen und Szenekieze.

Wann: Sa 01 Oktober 2022 14:00 - 17:00

Bundesweiter Aktionstag - Friedensdemonstration in Berlin

Schluss mit dem Krieg! Sofortiger Waffenstillstand! Verhandeln statt schießen! Keinen Euro für Krieg und Zerstörung, sondern Milliarden für eine weltweite soziale, gerechte und ökologische Friedenspolitik! Gemeinsame Anreise aus Leipzig. Treffpunkt: bis 9:55 Uhr vor Gleis 10 am Leipziger Hauptbahnhof (Friedensfahne)."

Viele Menschen sind verunsichert angesichts des Krieges in der Ukraine, verspüren Angst vor dem, was kommen mag. Durch Waffenlieferungen und Ausbildung ukrainischer Soldaten ist Deutschland de facto Kriegspartei. Droht womöglich ein Atomkrieg? Dienen die Milliarden für Rüstung unserer Sicherheit oder sind sie nicht vielmehr Kriegsvorbereitung? Schon jetzt können Gehalt, Bafög, Hartz IV und Rente die steigenden Lebenshaltungskosten kaum noch abdecken. Wir sind uns einig: Wir wollen nicht für Kriege, Zerstörung und Rüstungsprofite zahlen.

Die Sanktionen gegen Russland, gepaart mit den Auswirkungen einer krisenhaften Weltwirtschaft, führen nicht nur bei uns zu steigenden Lebenshaltungskosten. Maßnahmen wie Spritkostendeckel, Neun-Euro-Ticket, Energiepreispauschale o.ä. werden einen sozialen Tsunami nicht verhindern. Alle wissen, die Kosten für die Kriegs-und die Krisenfolgen werden auf Kosten des sozialen Netzes gehen. Große Teile der Bevölkerung werden damit in die Armut getrieben. Dem notwendigen Klimaschutz werden die Mittel entzogen. Die Regierung lässt uns und unsere Kinder die Zeche bezahlen, während bei den Rüstungs- und Energiekonzernen die Profite explodieren. Seht ihr das ähnlich?
Dann fahrt mit uns nach Berlin! Wir müssen eine friedliche Zukunft selbst erstreiten und gestalten. Deshalb rufen wir alle, die eine Politik des dramatischen Sozialabbaus, der weltweiten sozialen Spaltung, der ökologischen Katastrophen und des Militarismus ablehnen auf, mit uns am 1.10.2022 zu demonstrieren. Für Abrüstung, Frieden, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit weltweit!

Das Flugblatt der Demonstration findet sich hier.

Trailer

Wo: Berlin, Neptunbrunnen
Wann: Mi 05 Oktober 2022 20:00 - 22:30

Landraub - Die globale Jagd nach Ackerland

Österreich, BRD / 2015 / 91min / Kurt Langbein und Christian Brüser / original mit deutschen UT. Im Anschluss Gespräch u.a. mit Gerardo Lerma Hernandez von Quetzal - Politik und Kultur in Lateinamerika und Radio Babilonia sowie Karl Friedrich Richter (Diplom Agrar-Ingenieur-Ökonom).

„Kaufen sie Land. Es wird keines mehr gemacht.“ Mark Twain

Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren seitdem das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Mit dem Landraub wollen die Reichsten der Welt sich Zugriff auf die wichtigste Ressource des Globus sichern. Statt Bauern bestimmen dann Profitinteressen über die Böden. Wenn wir den Raubzug nicht verhindern, werden unsere Lebensgrundlagen zerstört.

Der Film zeigt, wie indigene Völker und einzelne Bauern in Europa, Afrika, Asien und Südamerika vertrieben werden und Nahrung nicht für die Region, sondern im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert wird. Es werden Investoren und ihre Opfer portraitiert. Ihr Selbstbild könnte unterschiedlicher nicht sein. Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen. In großen Bildern erzählt der Film von den Folgen: Die Böden werden für GPS-gesteuerte Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Für jede eingesetzte Energieeinheit können bei der industriellen Landwirtschaft nur drei Energieeinheiten geerntet werden, bei der kleinbäuerlichen dagegen sieben mal mehr - 23 Energieeinheiten. Eine Fläche halb so große wie Europa wurde bereits aufgekauft, die Bauern und indigenen Völker mussten weichen. Statt Nahrung für die Region anzupflanzen, wird im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert.

Der Film zeigt auf, was das mit uns zu tun hat. Es sind EU-Programme, mit deren Hilfe unter anderem riesige Zuckerrohr- und Palmöl-Plantagen entstehen – angebaut für Lebensmittel, Biosprit und Kosmetikprodukte in Europa. Und es sind Entwicklungshilfe-Gelder, mit denen schwerreiche Investoren sich absichern und damit Millionen Bauern ihre Lebensbasis und
Entwicklungschancen rauben.

Informationen des Forschungsprojekts "Land-Matrix": Land-Matrix

Wann: Do 06 Oktober 2022 20:30 - 22:30

Schätze unter Verschluss - Das System Freeport

Österreich, BRD / 2021 / 52min / Martin Gronemeyer / original mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit Martin Gronemeyer. Nach dem Film ab ca. 23 Uhr: GlobaLE-Soli Feier (in der Kulturlounge im Leipziger Osten).

Immer mehr Kunstwerke, aber auch Werte wie Gold oder Oldtimer werden in zollfreien Hochsicherheitslagern gelagert. Was steckt hinter solchen "Freeports"? Geht es nur um Schutz und Sicherheit? Oder spielen auch Steuervorteile eine Rolle? Die Betreiberländer werben mit den Vorteilen der Lager: Sie sind maximal gesichert, und solange Werte dort liegen, bleiben die Besitzer von Zoll und Umsatzsteuer verschont. Weltweit ist der diskrete Lagerservice auf dem Vormarsch. Doch Kritikerinnen und Kritiker aus der Kunst- und Finanzwelt fürchten: Freeports könnten als legale Schlupflöcher für Steuervermeidung und Schattengeschäfte dienen.

Ursprünglich als vorübergehende Transitzonen geschaffen, würden immer mehr Schätze dort langfristig "geparkt", oft sogar anonym, ohne dass man die wahren Besitzerinnen und Besitzer zurückverfolgen kann. Wie groß ist das Risiko für undurchsichtige Geschäfte? Museumsmanagerinnen und -manager beklagen, durch die geheimen Depots würden Werke oft für lange Zeit aus der Öffentlichkeit verschwinden, mit dem Effekt einer großen Wertsteigerung.
Gibt es ein "System Freeport"? Welche Vermögen stecken hinter den Mauern der verschwiegenen Wertelager? Und warum unterstützt die Politik den Bau und Betrieb solcher Zollfreilager? Ein Streifzug durch die verschwiegene Welt der Hochsicherheitslogistik, die der Allgemeinheit sonst verschlossen bleibt.

Wann: Mo 10 Oktober 2022 20:00 - 22:00

We Were Soldiers In The „War On Terror“ - Zeugnisse aus dem Irakkrieg

USA, BRD / 2012 / 25min / Elsa Rassbach / original mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit Elsa Rassbach von der Kampagne gegen Kampfdrohnen und Aktivist/innen vom Bündnis Leipzig gegen Krieg. Vorab ab 18 Uhr: Offenes Treffen des Leipziger Antikriegsforums.

Neun US-Veteranen geben fesselnde Augenzeugenberichte über ihre Kriegserlebnisse im Irak. Alle sind freiwillig zum Militär gegangen. Viele waren in Deutschland stationiert und wurden hier ausgebildet. Jetzt sind sie durch inneren Andrang getrieben, den tiefen Rassismus gegenüber den Moslems ans Licht zu bringen, der ihrer Meinung nach charakteristisch für die heutige NATO-Militärpolitik ist — und zwar von der oberster Kommandostelle bis hinunter zu den einfachen Soldatinnen und Soldaten. Sie beschreiben lebhaft konkrete Vorfälle und sind sichtlich über die Tötungen von Zivilisten erschüttert, die sie gesehen haben oder an denen sie beteiligt waren.

Wann: Mi 12 Oktober 2022 20:00 - 23:00

Konzerne als Retter - Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe

Schweiz, BRD / 2017 / 86 min / Valentin Thurn, Caroline Nokel / dt. Originalfassung mit englischen Untertiteln. Im Anschluss Diskussion mit der Filmemacherin Caroline Nokel und Bernadette Albrecht von Misereor.

Immer weitere Teile der staatlichen Entwicklungshilfe werden privatwirtschaftlich organisiert. Aber was bedeutet das? Kann Entwicklungshilfe nur so effizient sein und nur dadurch Armut und Hunger in der Welt bekämpfen? Ist das Know-how der Konzerne wirklich entscheidend? Entsteht so eine Win-win-Situation für alle Beteiligten? Oder handelt es sich schlicht um eine Außenwirtschaftsförderung, die den Hungernden nicht zu Gute kommt? “Konzerne als Retter?” stellt genau diese Fragen und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise nach Tansania, Sambia und Kenia. Es wird demonstriert, wie sog. „öffentlich-private Partnerschaften“ funktionieren und wer wirklich von ihnen profitiert, die Ärmsten der Armen oder die Konzerne. Dabei analysiert die Doku sieben unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit im Ernährungs- und Landwirtschaftssektor in den genannten Ländern. Beispiele sind der Versuch deutscher Unternehmen, die Produktivität kenianischer Kartoffelbauern zu steigern oder das Auftreten von Investmentfonds, die Entwicklungsgelder nutzen, um gigantische Soja- und Maisplantagen anzulegen, die zu Renditen für deutsche Anleger führen sollen. Im hier gezeigten, aufwendig recherchierten Film wird deutlich wie Missbrauch mit staatlicher Entwicklungshilfe im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften ermöglicht wird. Ebenfalls wird aufgezeigt, dass diese Form der Kooperation zu einem Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinbäuerlicher Landwirtschaft führt. Aber, gäbe es nicht dennoch Wege eine private und staatliche Entwicklungszusammenarbeit zu finden, die auch wirklich Nutzen für die lokale Bevölkerung hat?

Wann: Do 13 Oktober 2022 20:00 - 23:00

When Two Worlds Collide

Peru / 2016 / 103 min / Heidi Brandenburg und Mathew Orzel / original mit engl. UT. Im Anschluss Diskussion mit dem Journalisten und Politikwissenschaftler Quincy Stemmler.

Der Film dokumentiert eindrücklich eine der größten Protestbewegungen indigener Ureinwohner Südamerikas gegen einen übermächtigen Gegner. “When Two Worlds Collide” stellt die Einstellungen des damaligen peruanischen Präsidenten Alan Garcia und die seines Opponenten Alberto Pizango gegenüber. Während Garcia keine Skrupel davor hat, Öl, Mineralien und Gas aus dem bisher noch unbebauten Land entlang des Amazonas zu gewinnen, plädiert Pizango dafür, das Land unbefleckt zu lassen und gewinnt dadurch immer mehr Anhänger.

Mehr zum Thema u.a.:
* Aktuelle Informationen aus Peru auf dem Portal von Amerika21 - Nachrichten und Analysen aus Lateinamerika oder bei der Informationsstelle Peru

Wann: Fr 14 Oktober 2022 20:00 - 23:00

Wrong Elements

Frankreich, Belgien, BRD / 2016 / Jonathan Littell / 135min / original mit dt. UT. Im Anschluss Gespräch mit dem Politikwissenschaftler und Friedensaktivisten Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung (IMI).

Uganda, 1989. Der junge Rebell Joseph Kony behauptet, von Geistern heimgesucht worden zu sein und gründet daraufhin eine Bewegung gegen die Zentralregierung. Er nennt sie "Lord’s Resistance Army" (LRA) – die Widerstandsarmee des Herrn. Diese "Armee" wächst, indem sie Teenager entführt: Mehr als 60.000 über einen Zeitraum von 25 Jahren. Weniger als die Hälfte von ihnen sind lebendig aus dem Busch zurückgekehrt.

Die Freunde Geofrey, Nighty und Michael waren solche Teenager. Sie wurden im Alter von 12 und 13 von der LRA verschleppt und konnten erst Jahre später entkommen. Bei dem Versuch ein Leben in Normalität wieder aufzubauen, kehren sie an die Orte ihrer gestohlenen Kindheit zurück. Sie sind Opfer und Mörder zugleich, Zeugen und Täter entsetzlicher Verbrechen, die sie selbst in ihrem ganzen Ausmaß kaum begreifen können. Nach ihrer Rückkehr blieben sie immer ein Fremdkörper in der Gesellschaft, die sich schwer tut, sie wieder aufzunehmen.

Unterdessen setzt die ugandische Armee ihre Jagd nach den letzten verstreuten Rebellen der LRA in der Grenzenlosigkeit des zentralafrikanischen Dschungels fort. Aber Joseph Kony ist noch immer auf der Flucht...

U.a. zum Thema:
* 'Es gibt auch eine Sucht nach Gewalt'
* Die Neuvermessung des Bösen
* Opfer und Täter zugleich
* Wenn die Schutzwälle einstürzen

Wann: Sa 15 Oktober 2022 20:00 - 22:30

The Territory

USA, Brasilien, Dänemark / 2022 / Alex Pritz / 86min / original mit englischen UT. Im Anschluss Gespräch mit dem Wissenschaftler und Journalisten Mario Schenk (u.a. amerika21).

Im brasilianischen Regenwald kämpfen die indigenen Uru-eu-wau-wau um ihr Land und ihr Überleben.

Die letzten 180 Angehörigen der Uru-eu-wau-wau leben heute zurückgezogen auf ihrem Territorium im brasilianischen Regenwald. Ihr Anführer im Kampf gegen den Landraub und die illegalen Brandrodungen ist der erst 18-jährige Bitaté. Mit Jagdbogen und Drohnenkameras wehren sie sich gegen die Siedler und Bauern, die selbst vor Gewalt nicht zurückschrecken. Aufgrund der Covid-Pandemie mussten sich die Uru-eu-wau-wau tief im Dschungel isolieren. Alex Pritz hat sie mit Kameras ausgestattet und online filmisch geschult. "The Territory" ist so ein kollaboratives Projekt geworden, das aus Perspektive der isolierten Gemeinschaft ihren Alltag sowie den Kampf gegen den Landraub dokumentiert. Ein ästhetisch außergewöhnlicher, ebenso intimer wie fesselnder Umwelt-Thriller.

Wann: Di 25 Oktober 2022 20:00 - 23:00

La niebla de la paz - The Fog Of Peace

Kolumbien, USA / 2020 / Joel Stängle / 85min / original mit englischen UT. Im Anschluss Diskussion mit der Antikriegsaktivistin Heike Hänsel.

Die Berge Kolumbiens sind stumme Zeugen von 50 Jahren Krieg. In einem Urwald-Camp dokumentiert der FARC-Guerillero Teo die Erinnerungen seiner Mitkämpfer*innen. Währenddessen filmt Boris die Friedensverhandlungen zwischen seinen FARC-Führern und der kolumbianischen Regierung. Konfrontiert mit politischem Wandel und der Aufgabe, sich wieder ins zivile Leben zu integrieren, wollen die Kämpfer*innen ihre eigene Stimme als Teil der Geschichte von Krieg und Frieden bewahren. So suchen sie einen geheimen Ort in den Bergen für die Dokumente ihrer Erinnerungen. Erinnerungen, die den Konflikt von Neuem entfachen oder aber helfen könnten, die gewalttätige Vergangenheit des Landes hinter sich zu lassen.

Wann: Mi 26 Oktober 2022 20:30 - 23:00

Das russische Wunder

DDR / 1964 / Annelie und Andrew Thorndike / 116min / deutsche Fassung. Vorab einführendes Gespräch mit Maja Günther (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) und Vertreter des Projektes Rotes Leipzig.

Anfang der 60er Jahre wurden Buch und Film „Das Russische Wunder“ von Annelie und Andrew Thorndike ein internationaler Erfolg. Das literarisch-optische Epos der beiden DDR-Dokumentaristen schildert den schweren, opferreichen und zugleich grandiosen Weg der Sowjetunion, die wie Phönix aus der Asche der Trümmer des alten Russlands entstiegen war.
Fünf Jahre haben die Filmemacher an diesem Dokumentarfilm-Epos gearbeitet. Wir zeigen Teil 1 des zweiteiligen Werkes, welcher die Geschichte der russischen Revolution erzählt. Die Filmmusik schrieb Paul Dessau. Der Dokumentarfilm wurde in 16 Sprachen übersetzt und hat u.a. 1963 den Internationalen Friedenspreis des Weltfriedensrates erhalten.

Zum Thema:
* Andrew Thorndike: Nur was der Arbeiterklasse nutzt oder Wie wird so einer Kommunist?

Wann: Fr 28 Oktober 2022 20:00 - 23:00

Sondervorführung: The Killing Floor

USA / Spielfilm / 1984 und Restauration 2019 / Bill Duke, B: Elsa Rassbach, Leslie Lee / 118min / englisch mit deutschen UT. Im Anschluss Diskussion mit Elsa Rassbach. Achtung: Ortsänderung. Die Veranstaltung findet im Cineplex (Ludwigsburger Straße 13) statt, da im Parkschloss laut Stadt die Heizung bis Ende November kaputt ist.

Das 1985 auf dem Sundance Film Festival preisgekrönte historische Drama The Killing Floor erzählt die sorgfältig recherchierte, faktenbasierte Geschichte von Frank Custer, einem schwarzen Farmpächter aus den Südstaaten, der während des Ersten Weltkriegs in einem riesigen Schlachthof in Chicago Arbeit findet. Dort lässt er sich von einem deutsch-amerikanischen Gewerkschafts-Vertrauensmann überreden, gemeinsam mit seinen weißen Kollegen die erste interracial Gewerkschaft in der Chicagoer Fleischindustrie zu gründen. Viele seiner schwarzen Kollegen lehnen die von Weißen geführte Gewerkschaftskampagne ab. Während Custer versucht, seine Frau und seine Kinder zu sich in den Norden zu holen, muss er sich mit den wachsenden, von der Unternehmensleitung geschürten Spannungen auseinandersetzen, die sich in den berüchtigten "Chicago Race Riots" von 1919 zuspitzen und die interracial Gewerkschaftsbewegung stark bedrohen. Konzipiert als Pilotfilm für eine geplante Fernseh-Serie über die Geschichte der amerikanischen Arbeiterbewegung und unabhängig produziert von der Filmemacherin Elsa Rassbach, wurde das Drehbuch für "The Killing Floor" von dem preisgekrönten schwarzen Dramatiker Leslie Lee und Elsa Rassbach entwickelt und von Bill Duke - damals einem der wenigen schwarzen Fernsehregisseure - als sein erster abendfüllender Film inszeniert. In der Schnittphase haben Rassbach, Lee und der namhafte Cutter John Carter weitere wichtige Elemente, wie die historischen Archivausschnitte und die voice-over Erzählung des Protagonisten Frank Custer, in den Film integriert.

Mehr zum historischen Hintergrund und der Entstehungsgeschichte des Films hier bzw. hier.
Zur Webseite des Films: The Killing Floor

Wann: Mi 09 November 2022 12:00 - 19:00

Den Toten zum Gedenken - Den Lebenden zur Mahnung

Gedenkveranstaltung an den Stolpersteinen in Erinnerung und Mahnung an die Opfer des Faschismus. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE… Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.

Vor 84 Jahren, am 9. November 1938, brannten in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose Verfolgung und Vernichtung von Menschen. Die Erinnerung an die Gräueltaten des Faschismus sind eine der Grundlagen für die Überwindung faschistischer Ideologien. Die Lehren des 2. Weltkriegs sind heute, in Zeiten in denen der Faschismus in Europa wieder salonfähig gemacht wird, in Zeiten in denen auch die Bundesrepublik eine treibende Kraft für die Kriege in der Welt darstellt und durch Aufrüstung und Waffenlieferungen millionenfaches Leid verursacht, ist es notwendig sich der Geschichte zu erinnern und Widerstand gegen heutige Kriege und den deutschen Imperialismus zu organisieren.
Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.

* Stolpersteine: in Leipzig
* Das Projekt: Stolpersteine
* Leipziger Initiative: Rotes Leipzig
* Bertolt Brecht: Der anachronistische Zug.
* Kurt Gossweiler: Arbeiterklasse und Faschismus sowie weiteres zum Thema u.a. hier.
* Zum Stein von Fritz Wehrmann und der Geschichte derjenigen "Deserteure", die noch nach Kriegsende hingerichtet wurden, empfehlen wir die fünfteilige Serie "Rottenknechte" (1971) anzusehen.

Trailer

Wann: Do 10 November 2022 20:00 - 22:30

Sonderveranstaltung: El país sin indios

Uruguay / 2019 / 63min / Nicolás Soto, Leonardo Rodríguez / spanisch mit englischen Untertiteln. Im Anschluss Gespräch mit Wendy Bermolen.

Es wurde und wird in der Geschichtsschreibung oft behauptet, dass Uruguay ein Land ohne Indigene sei. Selbst im 21.Jahrhundert beginnt die Geschichtsschreibung in einigen Geschichtsbüchern oft erst mit der Kolonisierung. Unter anderem die Charrúa gehörten zu den indigenen Völkern Südamerikas, die vor allem in den Grenzen des heutigen Uruguay, sowie zudem im nordöstlichen Argentinien und dem südlichen Brasilien lebten. Roberto und Mónica, zwei Nachkommen der Charrúas, beanspruchen ihre Wurzeln und lassen uns im Film auf die Geschichte zurückblicken, um die Gegenwart zu hinterfragen. In einer Gesellschaft, die einen Teil ihrer Herkunft verleugnet, wird die Suche nach Identität zur Herausforderung.

* Aktuelle Informationen aus Uruguay u.a. auf dem Portal von Amerika21 - Nachrichten und Analysen aus Lateinamerika.
* Die Filmemacher haben den Film auch online zur Verfügung gestellt und man kann ihn hier ansehen.

Wann: Di 15 November 2022 20:30 - 23:00

Sonderveranstaltung: Ithaka - a father. a family. a fight for justice.

Australien / 2022 / 110min / Ben Lawrence / original mit deutschen Untertiteln. Im Anschluss: Gespräch mit Christian Mihr (Geschäftsführer, Reporter ohne Grenzen Dtl.). Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Aktionsbündnis Free Assange.

John Shipton ist pensionierter Baumeister, lebt zurückgezogen und rezitiert gerne alte griechische Sagen. Früher war er Antikriegsaktivist, heute kämpft er um seinen Sohn – den berühmtesten politischen Gefangenen der Welt: WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Vorsichtig tritt John ins Rampenlicht der Medien, verteilt Blumen bei Assange-Protesten und begibt sich auf eine Odyssee durch Europa, um unermüdlich ein Netzwerk von Unterstützerinnen und Unterstützern aufzubauen. Die Uhr tickt. Denn Julians Gesundheitszustand in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis verschlechtert sich.

Die USA möchte, dass er von der britischen Regierung ausgeliefert wird: ihm drohen 175 Jahre Haft. Die Pressefreiheit steht auf dem Spiel – und John droht seinen Sohn für immer zu verlieren. Eine überraschende Doku, produziert von Julian Assanges Bruder, die sich den gängigen Narrativen zu Julian Assange widersetzt.

„Ithaka zeigt, wie weit die reichsten und mächtigsten Nationen in der Geschichte der Welt gehen, um ihre Verbrechen zu verbergen. Ithaka trifft den Kern dessen, wie die Pressefreiheit und unser Recht zu kommunizieren langsam vor unseren Augen abgebaut werden.“ – Gabriel Shipton, Bruder von Julian Assange und Produzent des Dokumentarfilms.

* Hintergrundinformationen: finden sich u.a. hier.

Wann: Do 24 November 2022 20:00 - 23:00

Sonderveranstaltung: Ukraine On Fire

USA, Ukraine / 2016 / 95min / Igor Lopatonok, Oliver Stone / original mit dt. UT. Mit einer einführenden Diskussionsgrundlage und anschließender Diskussion. Aufgrund des Angriffs auf unsere Veranstaltung im Sommer und den danach eingehenden vielfachen Wünschen den Film noch einmal aufzuführen, wollen wir die Veranstaltung noch einmal durchführen. Aktuell: Unser Spielort, das "Neue Schauspiel", wird aufgrund der geplanten Aufführung und Diskussion zum Film und dem Krieg in der Ukraine eingeschüchtert, unter Druck gesetzt und erfährt Anfeindungen sowie Gewaltandrohungen. Die Veranstaltung wird dennoch stattfinden, allerdings werden wir an dem Abend eine Diskussion (ohne Filmvorführung) über den Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Zensur und die Einschränkung von Debattenräumen führen. Die Stellungnahme des NSL findet sich hier auf ihrer Webseite. Der Film kann gern im Netz u.a. hier vorab angesehen werden.

Die Ukraine: Seit Jahrhunderten steht das Land im Zentrum eines Tauziehens der Weltmächte, die versuchen, seine reichen Ländereien und den Zugang zum Schwarzen Meer zu kontrollieren. Der Dokumentarfilm liefert eine historische Aufarbeitung der tiefen Spaltungen in der Region, die zur "Orangenen Revolution" von 2004, den blutigen Aufständen von 2014 und dem gewaltsamen Sturz des gewählten Präsidenten Janukowytsch führten. Von den westlichen Medien als "Volksrevolution" bezeichnet, war es in Wirklichkeit ein Staatsstreich, der von nationalistischen Gruppen und dem US-Außenministerium geplant und inszeniert wurde.

Robert Parry enthüllt, wie seit den 1980er-Jahren von den USA finanzierte politische NGOs und Medienunternehmen entstanden sind, um die geopolitische Agenda der USA im Ausland durchzusetzen. Der ausführende Produzent Oliver Stone erhält durch seine klugen Interviews, u.a. mit dem ehemaligen Präsidenten Witalij Sachartschenko und dem Innenminister Vitaliy Zakharchenk brisantes Insiderwissen. Er belegt, wie der US-Botschafter und Regierungsvertreter in Washington aktiv einen Regimewechsel planten.


* Unsere Einladung zum Dialog Anfang Oktober an die Störer der Veranstaltung im Sommer
* Der Ukraine-Krieg und seine geopolitischen Hintergründe: Hintergrundpapier
* German Foreign Policy: Länderarchiv Ukraine
* Diskussionsbeitrag zum nachhören mit Susann Witt-Stahl über den Faschismus in der Ukraine und die aktuelle "Heimatfront": Diskussionsbeitrag
* Interview mit Holger Michael: „Ich denke, es ist eine Illusion der Sowjets gewesen, dass es mit dem Faschismus vorbei sei“: Diskussionsbeitrag
* Beiträge der Initiative “Die Waffen nieder!": Mitschnitte und Diskussionsbeiträge
* Ausweitung der deutschen Kriegsbeteilung: EUMAM Ukraine
* Beiträge der Informationsstelle Militarisierung: IMI Online
* milit. Nachrichtensammlung Russland/Ukraine: Augen gerade aus
* Verschiedene Beiträge zum Thema in der aktuellen Ausgabe "Sand im Getriebe - internationaler Rundbrief der Attac Bewegung": Sand im Getriebe Nr. 147
* Verschiedene Beiträge zum Thema in den aktuellen Ausgaben des Rotfuchs: Rotfuchs 11/2022 und Rotfuchs 10/2022 und Rotfuchs 09/2022