globaLE :: Das globalisierungskritische Filmfest

Mit den Filmen der globaLE wollen wir den Blick auf die weltweiten Zusammenhänge und Auswirkungen kapitalistischer Ökonomie lenken. Wir laden Euch herzlich ein, selten gezeigte Seiten globaler Lebenswirklichkeit zu sehen, darüber mit unseren Gästen und uns zu diskutieren und so im Kino einen Raum kritischer Öffentlichkeit zu erschließen.

Am 30. Nowember 2009 startete das globaLE Filmfestival zum 6. Mal in Leipzig. Zwei Wochen Montag, Mittwoch und Freitag gibt es spannende Filme und Diskussionen zu globalisierungskritischen Themen.
Die stattgefundenen Veranstaltungen der vergangenen Jahre sind im Archiv zu finden.

Bis zum Start der globaLE 2009 wird es nicht mehr lange dauern. Bis dahin suchen wir (wie immer) noch Mitkämpfer - wer Interesse hat, möge sich über infos[at]globale-leipzig.de oder das Kontaktformular melden.

Das gleiche gilt, um unseren Newsletter zu beziehen, der über aktuelle Veranstaltungen informiert.

 

Programm:


30. November 20:00 Uhr Spinnerei
Saure Erdbeeren

Regie: Tilman König und Daniel Kremers
2008, 60 min OMU

In Japan leben heute circa 2 Millionen ausländische Staatsbürger. Das klingt nach viel, es sind aber nicht genug um von der breiten Öffentlichkeit als Bestandteil der japanischen Gesellschaft wahrgenommen zu werden.
„Saure Erdbeeren“ zeigt Ausschnitte aus dem Leben ganz verschiedener Menschen, die nach Japan gekommen sind, um dort zu leben und zu arbeiten. Zwei IndustriearbeiterInnen aus Peru und Bolivien und drei so genannte technische Praktikanten aus der Volksrepublik China berichten von ihren persönliche Erfahrungen mit Diskriminierung und Ausbeutung. Der Film zeigt außerdem Interviews mit dem, aus den USA stammenden, japanischen Bürgerrechtler Debitô Arudô und dem Gewerkschaftsaktivisten Ippei Torii sowie Interessenvertretern und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.


02. Dezember 20:00 Uhr Schauburg
Let's Make Money

Regie: Erwin Wagenhofer
2009, 110 min OMU

"Let’s make MONEY" folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.
Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert.


04. Dezember 20:00 Uhr Kunst und Bauschlosserei
Live safely in europe

Regie: Emanuel Danesch
2008, 52 min OMeU

Nie wird sie verloren gehen die Nostalgie für längst vergangene Tage. Erinnerungen an die einfachen Zeiten werden wach, als Nachbarn sich am Gartenzaun Geschichten erzählten und der Verkäufer im Laden jeden Kunden persönlich kannte. Die schönen Zeiten als sich Familien beim Sonnenuntergang auf der Terrasse innig unterhielten. Um diese menschlichen Grundbedürfnisse wieder erleben zu können schaffen wir eine Sphäre exklusiven Lebens. Einen Ort an dem man nicht nur „zuhause ist“ sondern sich wirklich zuhause fühlt!


07. Dezember 20:00 Uhr UT Connewitz
Überraschung

Regie:
2008, 90 min OMeU


09. Dezember 20:00 Uhr Cineding.
Uranium - is it a country?

Regie:
2008, 60 min OMU

Risiko Uranabbau
Vielen Menschen ist nicht klar, dass auch die Atomkraft einen Rohstoff braucht: Uran. Australien hat die weltweit größten Uranvorkommen. Der Film zeigt die gravierenden Risiken für Mensch und Umwelt, die beim Uranabbau entstehen.


11. Dezember 20:00 Uhr Hinz und Kunz
Die Maßnahme

Regie: Maik Bialk
2008, 70 min
ab 19:00 VoKü und nach dem Film Abchlußparty!!!

„Die Maßnahme“ ist ein tragikomischer Dokumentarfilm über einen ostdeutschen Modellversuch, der Hartz-IV überflüssig machen und den Menschen eine neue Perspektive im Leben geben soll. Der Film begleitet ein Jahr lang das Leben von einigen Gerbstedter Arbeitslosen und einem Chefstrategen der Bundesagentur für Arbeit. Für die Einen geht es um den „rettenden Strohhalm“ und einen neuen Anlauf in ihrem verkorksten Leben. Für die Anderen geht es dagegen um die ganz große Karriere ohne Rücksicht auf persönliche Konsequenzen. Bei der Suche nach dem persönlichen Lebensglück lässt sie die Maßnahme sowohl hoffen als auch zweifeln. Der Film erzählt von der individuellen Bedeutung von Arbeit im Leben der Menschen. Wie muss sie beschaffen sein, damit sie tatsächlichdie viel beschworene „Würde“ erzeugt?

 

 

 

Counter